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Beilagen in Tageszeitungen

Ein Prospekt in der Zeitung erreicht Haushalte, die keine Werbung im Briefkasten wollen. Genau das ist der Vorteil, und er wird teuer bezahlt.

12.01.2026 2 Min. Lesezeit 333 Wörter
Beilagen in Tageszeitungen

Das Wichtigste in Kürze

  • Beilagen erreichen auch Haushalte mit Werbeverbotsaufkleber.
  • Die Kosten setzen sich aus Druck, Anlieferung und Beilagepreis zusammen.
  • Teilbelegung nach Zustellbezirken senkt Streuverluste erheblich.

Eine Beilage ist ein loses Blatt oder Heft, das in eine Zeitung eingelegt wird. Sie hat gegenüber der Haushaltsverteilung einen strukturellen Vorteil: Sie erreicht auch Haushalte, die Werbung im Briefkasten abbestellt haben.

Die Kostenstruktur

PostenGrößenordnung bei 20.000 Stück
Druck A4, vierfarbig, beidseitig500 bis 1.100 €
Anlieferung zur Druckerei80 bis 250 €
Beilagepreis der Zeitung400 bis 1.200 €
Summerund 1.000 bis 2.550 €

Das ergibt 5 bis 13 Cent je erreichtem Haushalt. Im Vergleich zu digitaler Werbung ist das teuer, im Vergleich zu einer Anzeige derselben Fläche günstig.

Teilbelegung nutzen

Die meisten Zeitungen erlauben die Belegung einzelner Zustellbezirke. Damit lässt sich der Streuverlust erheblich senken.

Für einen lokalen Betrieb mit 20 Kilometer Einzugsgebiet bedeutet das oft eine Halbierung der Kosten bei gleichbleibender Wirkung. Fragen Sie ausdrücklich nach der Bezirksliste mit Auflagenzahlen.

Der Standardvorschlag der Anzeigenabteilung ist die Vollbelegung. Die Teilbelegung müssen Sie selbst ansprechen, sie steht selten im Angebot.

Der beste Erscheinungstag

Erfahrungswerte aus dem Handel:

  • Donnerstag und Freitag für Angebote zum Wochenendeinkauf.
  • Samstag für Immobilien, Fahrzeuge und größere Anschaffungen.
  • Mittwoch für Dienstleistungen und Handwerk, weil weniger Beilagen konkurrieren.

Der letzte Punkt wird unterschätzt. An Tagen mit acht Beilagen konkurrieren Sie um Aufmerksamkeit; an Tagen mit zwei nicht.

Gestaltung von Beilagen

Eine Beilage fällt beim Aufschlagen heraus. Sie hat also eine Sekunde, um zu entscheiden, ob sie weggelegt oder angesehen wird.

Was hilft:

  1. Ein einziges großes Angebot auf der Vorderseite.
  2. Ein Preis, sichtbar und groß.
  3. Eine Frist, die echt ist.
  4. Format abweichend von A4, etwa A5 oder ein Langformat, damit es auffällt.
  5. Rückseite mit Kontakt, Anfahrt und Öffnungszeiten.

Rechtliche Punkte

Beilagen müssen als Werbung erkennbar sein. Ein Prospekt, der wie ein redaktioneller Teil der Zeitung gestaltet ist, muss deutlich als Werbung gekennzeichnet werden.

Bei Preisangaben gelten die üblichen Vorschriften: Endpreise inklusive Umsatzsteuer, Grundpreise bei Waren nach Gewicht oder Volumen, klare Angabe von Verfügbarkeit und Zeitraum. Ein beworbenes Angebot muss in angemessener Menge vorrätig sein.

Die Messung

Legen Sie einen Abschnitt zum Ausschneiden bei oder verwenden Sie einen Code. Bei Beilagen ist der physische Abschnitt weiterhin der zuverlässigste Messweg, weil er beim Einlösen vorgelegt wird.

Häufige Fragen

Was kostet eine Beilage?

Der Beilagepreis liegt je nach Gewicht bei 20 bis 60 Euro je 1.000 Stück, dazu Druck und Anlieferung. Bei 20.000 Stück kommen so schnell 1.500 bis 3.000 Euro zusammen.

Kann man Teilauflagen belegen?

Ja, die meisten Zeitungen bieten Belegung nach Zustellbezirken oder Ortsteilen an. Das senkt Kosten und Streuverluste deutlich.

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