
Print & Außenwerbung
Zeitungsanzeige schalten: Kosten und Reichweite
Der Listenpreis ist ein Ausgangspunkt für Verhandlungen, nicht der Preis. Wer weiß, wie Zeitungen kalkulieren, zahlt regelmäßig ein Drittel weniger.
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Auflagen sinken, Preise steigen, Streuverluste bleiben. Trotzdem gibt es Situationen, in denen gedruckte Werbung die effizienteste Wahl ist.

Gedruckte Werbung hat in den vergangenen zwanzig Jahren erheblich an Reichweite verloren. Auflagen von Tageszeitungen sind stark gefallen, Anzeigenpreise dagegen kaum. Das verschlechtert die Rechnung, beendet sie aber nicht.
Drei Eigenschaften sind digital schwer zu erreichen:
Untersuchungen zur Werbewirkung zeigen für gedruckte Werbung regelmäßig höhere Erinnerungswerte je Kontakt als für digitale Werbeformen, bei deutlich höheren Kosten je Kontakt.
| Situation | Warum |
|---|---|
| Ältere Zielgruppen | höhere Mediennutzung, geringere Onlineaffinität |
| Lokale Verankerung | Wochenblatt erreicht den Ort vollständig |
| Fachmärkte | Fachzeitschrift erreicht genau die Zielgruppe |
| Vertrauensgeschäfte | gedruckte Präsenz wirkt etabliert |
| Erklärungsbedarf | mehr Platz als in einer Anzeige online |
| B2B mit kleinem Markt | Streuverlust vertretbar bei hohem Auftragswert |
Bei jungen Zielgruppen, bei kurzfristigen Aktionen mit engem Zeitfenster, bei sehr kleinen Budgets und bei Angeboten, die eine sofortige Onlinehandlung erfordern.
Ein Betrieb mit 800 Euro Monatsbudget sollte keine Zeitungsanzeige schalten. Der Betrag reicht für eine einzige Schaltung, und einzelne Schaltungen wirken nicht.
Der häufigste Vorwurf gegen Print lautet, er sei nicht messbar. Das stimmt nur, wenn man nichts vorbereitet.
Vier Wege:
Ergänzend: Beobachten Sie in den 48 Stunden nach Erscheinen die Direktzugriffe auf Ihre Website und die Suchanfragen nach Ihrem Namen. Ein Ausschlag dort ist ein belastbares Signal.
Eine einzelne Anzeige wirkt fast nie. Wirkung entsteht durch Wiederholung im gleichen Umfeld.
Als Faustregel: mindestens drei Schaltungen innerhalb von sechs Wochen im selben Medium, besser sechs über drei Monate. Wer sich das nicht leisten kann, sollte ein kleineres Format öfter schalten statt eines großen einmal.
Über eigene Kurzadressen, Codes, eigene Telefonnummern und über die Frage im Kontaktformular. Ohne mindestens eine dieser Maßnahmen ist Print nicht auswertbar.
Bei älteren Zielgruppen, bei lokaler Verankerung, bei erklärungsbedürftigen Angeboten und dort, wo Vertrauen entscheidet.
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