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Werbung für Handwerksbetriebe
Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Nachfrageproblem, sondern ein Auswahlproblem. Werbung hat deshalb eine andere Aufgabe als in Branchen mit leeren Auftragsbüchern.
Rubrik
Was in welcher Branche wirklich funktioniert, mit Budgets und Kanalmix.

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Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Nachfrageproblem, sondern ein Auswahlproblem. Werbung hat deshalb eine andere Aufgabe als in Branchen mit leeren Auftragsbüchern.

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Ein Dach wird einmal in dreißig Jahren gemacht. Diese Seltenheit bestimmt jeden Kanal, jedes Budget und den Zeitpunkt, zu dem Werbung wirken muss.

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Zwischen Steckdose und Wallbox liegen im Elektrohandwerk Auftragswerte von 80 bis 15.000 Euro. Werbung, die nicht zwischen beiden trennt, verbrennt Geld.

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Kaum ein Gewerk ist so stark von Förderpolitik abhängig. Wer die Förderlage in der Werbung erklärt statt sie vorauszusetzen, gewinnt die Anfragen.

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Ein Gewerk mit niedriger Eintrittshürde, hoher Wettbewerbsdichte und einem Ergebnis, das sich fotografieren lässt. Genau daraus entsteht die Werbestrategie.

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Möbel nach Maß konkurrieren mit Möbelhäusern, die zehnmal günstiger wirken. Werbung muss den Unterschied sichtbar machen, bevor über Preise gesprochen wird.

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Das Gewerk mit dem klarsten Saisonverlauf und dem am häufigsten falsch getimten Werbebudget. Der Vorlauf beträgt zwei bis vier Monate, nicht zwei Wochen.

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Zwischen privatem Bauherrn und öffentlicher Ausschreibung liegen zwei völlig verschiedene Werbeaufgaben. Die meisten Bauunternehmen bearbeiten nur eine davon.

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Ein Markt mit hohem Wettbewerb, preisgetriebener Nachfrage und einer Kundschaft, die vor dem Anruf drei Vergleichsportale besucht hat. Wo dann noch Spielraum liegt.

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Kaum ein Produkt ist so stark von öffentlicher Debatte geprägt. Werbung muss hier zuerst Zweifel ausräumen, bevor sie ein Angebot macht.

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Eine Branche mit einem Rufproblem, das sie nicht selbst verschuldet hat. Werbung muss hier zuerst beweisen, dass man nicht zu den schwarzen Schafen gehört.

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Ein Umzug wird alle sieben Jahre gebucht, meist unter Zeitdruck und immer im Preisvergleich. Zwei Kanäle entscheiden, und einer davon ist kostenlos.

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Ein Geschäft mit wiederkehrendem Umsatz, langen Vertragslaufzeiten und einer Kundschaft, die nur bei Unzufriedenheit wechselt. Werbung zielt deshalb auf einen sehr engen Moment.

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Die Entscheidung für ein Restaurant fällt zwei Stunden vor dem Essen, auf dem Telefon, im Umkreis von drei Kilometern. Danach richtet sich alles.

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Ein Geschäft, das von Gewohnheit lebt. Werbung muss deshalb nicht überzeugen, sondern eine Routine anstoßen und dann in Erinnerung bleiben.

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Auf den Portalen konkurrieren Sie mit vierzig Anbietern über Bilder und Bewertungen. Der eigene Bestellweg ist mühsam aufzubauen und der einzige mit Marge.

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Zwei Märkte in einem Betrieb: Firmenkundschaft mit wiederkehrenden Aufträgen und Privatfeiern mit einmaligem Bedarf. Beide brauchen eine eigene Ansprache.

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Jede Buchung über ein Portal kostet 15 bis 25 Prozent. Die gesamte Hotelwerbung dreht sich deshalb um eine Frage: Wie wird aus der Portalbuchung eine Direktbuchung.

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Wer nur auf Portalen vermietet, zahlt Provision und besitzt keine Kundenbeziehung. Der Aufbau eines eigenen Weges lohnt sich ab etwa drei Objekten.

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Ein Geschäft, das von Ereignissen lebt und in dem Werbung eine Halbwertszeit von wenigen Tagen hat. Der Verteiler ist deshalb wichtiger als die einzelne Ankündigung.

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Der Wettbewerb ist nicht das Geschäft nebenan, sondern das Telefon in der Hand der Kundschaft. Was ein Laden bietet, das kein Versand kann, gehört in jede Anzeige.

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Die Werbekosten pro Bestellung steigen seit Jahren schneller als die Warenkörbe. Wer nur Neukunden kauft, arbeitet früher oder später ohne Gewinn.

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Möbel werden lange geplant, online recherchiert und im Laden gekauft. Werbung muss die Recherchephase bedienen, in der noch nichts entschieden ist.

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Eine Küche kostet so viel wie ein Kleinwagen und wird von Menschen gekauft, die es noch nie getan haben. Werbung muss diese Unsicherheit adressieren, nicht das Sortiment.