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Zeitungsanzeige schalten: Kosten und Reichweite

Der Listenpreis ist ein Ausgangspunkt für Verhandlungen, nicht der Preis. Wer weiß, wie Zeitungen kalkulieren, zahlt regelmäßig ein Drittel weniger.

22.01.2026 2 Min. Lesezeit 346 Wörter
Zeitungsanzeige schalten: Kosten und Reichweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Listenpreise sind verhandelbar, besonders kurzfristig und für Restplätze.
  • Der Millimeterpreis mal Spaltenzahl ergibt den Grundpreis, alles andere sind Zuschläge.
  • Wochenblätter erreichen lokal mehr Haushalte als Tageszeitungen.

Anzeigenpreise in Zeitungen folgen einer Preisliste, die selten der tatsächlich gezahlte Preis ist. Wer die Struktur kennt, verhandelt besser.

Wie sich der Preis zusammensetzt

Der Grundpreis ergibt sich aus Millimeterpreis mal Höhe in Millimetern mal Spaltenzahl. Eine Anzeige über zwei Spalten und 100 Millimeter Höhe kostet bei einem Millimeterpreis von 3,20 Euro also 640 Euro.

Dazu kommen Zuschläge:

ZuschlagGrößenordnung
Farbe15 bis 40 %
Platzierungswunsch10 bis 25 %
Bestimmte Seite oder Rubrik10 bis 30 %
Rückseite oder Titelseite50 bis 150 %
Wochenendausgabe20 bis 50 %

Rabatte gibt es für Mehrfachbuchungen, für Jahresvereinbarungen und für kurzfristige Belegung freier Plätze.

Fragen Sie ausdrücklich nach Restplätzen. Zeitungen haben regelmäßig unverkaufte Flächen kurz vor Redaktionsschluss und geben sie mit erheblichen Nachlässen ab, wenn ein druckfertiges Motiv bereitliegt.

Wochenblatt gegen Tageszeitung

Für lokale Betriebe ist das kostenlose Wochenblatt in den meisten Fällen die bessere Wahl:

  • Es erreicht nahezu alle Haushalte im Verbreitungsgebiet, nicht nur Abonnenten.
  • Der Preis je erreichtem Haushalt liegt deutlich niedriger.
  • Es bleibt länger im Haushalt liegen.
  • Der redaktionelle Teil ist lokal, was die Passung erhöht.

Die Tageszeitung hat Vorteile bei Glaubwürdigkeit und bei einer kaufkräftigen, älteren Leserschaft.

Format und Platzierung

Kleine Anzeigen wirken, wenn sie regelmäßig erscheinen. Große Anzeigen wirken einmal. Bei begrenztem Budget ist die Regelmäßigkeit fast immer die bessere Wahl.

Zur Platzierung: Rechte Seiten werden stärker beachtet als linke, der obere Bereich stärker als der untere. Das Umfeld zählt: eine Anzeige für Handwerksleistungen im Lokalteil wirkt anders als im Sportteil.

Was in eine Zeitungsanzeige gehört

  1. Eine Überschrift, die aus zwei Metern lesbar ist.
  2. Ein einziges Angebot, nicht das gesamte Leistungsspektrum.
  3. Eine Telefonnummer in großer Schrift.
  4. Eine Adresse oder ein Einzugsgebiet.
  5. Eine Kennzeichnung zur Messung, etwa eine eigene Kurzadresse.
  6. Viel freie Fläche.

Punkt sechs ist der häufigste Fehler. Anzeigen werden voll gepackt, weil der Platz bezahlt ist. Eine halb leere Anzeige wird häufiger gelesen als eine volle.

Druckdaten und Fristen

Zeitungen arbeiten mit festen Anzeigenschlusszeiten, meist zwei bis vier Werktage vor Erscheinen. Liefern Sie Daten als PDF mit eingebetteten Schriften, im richtigen Farbraum und mit ausreichender Auflösung. Bei Zeitungspapier ist eine Auflösung von 200 dpi meist ausreichend, feine Linien und kleine Schriften sollten vermieden werden, weil die Farbe im Papier läuft.

Häufige Fragen

Wie viel Rabatt ist üblich?

Bei Erstschaltungen 10 bis 20 Prozent, bei Mehrfachbuchungen 20 bis 40 Prozent, bei kurzfristigen Restplätzen bis 60 Prozent. Fragen Sie ausdrücklich danach.

Tageszeitung oder Wochenblatt?

Für lokale Betriebe meist das Wochenblatt: höhere Haushaltsabdeckung, deutlich niedrigere Preise, längere Verweildauer im Haushalt.

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