
Print & Außenwerbung
Printwerbung ist nicht tot, aber teurer geworden
Auflagen sinken, Preise steigen, Streuverluste bleiben. Trotzdem gibt es Situationen, in denen gedruckte Werbung die effizienteste Wahl ist.
Print & Außenwerbung
Bildschirme statt Papier bedeuten kurzfristige Schaltung, wechselnde Motive und Steuerung nach Wetter oder Uhrzeit. Der Preis dafür ist geteilte Aufmerksamkeit.

Digitale Außenwerbung ersetzt das geklebte Plakat durch einen Bildschirm. Damit ändert sich nicht das Medium, sondern seine Steuerbarkeit.
Punkt drei ist der interessanteste und wird am wenigsten genutzt. Ein Eiscafé, dessen Motiv erst ab 22 Grad ausgespielt wird, verschwendet kein Budget an kühlen Tagen.
Ein digitaler Werbeträger zeigt in einer Schleife mehrere Motive. Üblich sind sechs bis neun Motive à zehn Sekunden in einer Schleife von 60 bis 90 Sekunden.
Das bedeutet: Ihre Botschaft ist ein Sechstel bis ein Neuntel der Zeit sichtbar. Ein geklebtes Plakat ist es hundert Prozent der Zeit.
Für die Rechnung heißt das: Vergleichen Sie nicht Preis je Stelle, sondern Preis je Kontaktchance.
Die Regeln sind strenger als bei Papier:
| Regel | Grund |
|---|---|
| Höchstens fünf Wörter | zehn Sekunden, oft im Vorbeigehen |
| Sehr hoher Kontrast | Umgebungslicht, Spiegelungen |
| Keine dünnen Schriften | Bildschirme lösen fein nicht auf |
| Bewegung sparsam | zu viel lenkt vom Inhalt ab |
| Endbild statisch | die letzten Sekunden müssen lesbar stehen |
| Kein Ton | ist an den meisten Standorten abgeschaltet |
Das Endbild ist der wichtigste Punkt. Eine Animation, die im letzten Moment noch wechselt, hinterlässt keine lesbare Aussage.
Bahnhöfe, Flughäfen, Einkaufszentren, Tankstellen, Arztpraxen, Fitnessstudios, Supermärkte und zunehmend Straßenstandorte. Jede Umgebung hat eine andere Verweildauer.
An Standorten mit Wartezeit, etwa an Kassen oder in Wartezimmern, sind längere Botschaften möglich. Dort funktionieren auch erklärende Motive, die an der Straße nie wirken würden.
DOOH wird zunehmend automatisiert eingekauft, ähnlich wie Onlinewerbung. Das erlaubt Buchungen ab kleinen Budgets und die Steuerung nach Zielgruppen aus Mobilfunkdaten.
Prüfen Sie bei solchen Angeboten genau, wie Kontakte gezählt werden. Die Zählweisen unterscheiden sich erheblich, und die Vergleichbarkeit zwischen Anbietern ist begrenzt.
Üblich sind 10 Sekunden in einer Schleife von 60 bis 90 Sekunden. Ihr Motiv erscheint also etwa jede Minute einmal.
Je Kontakt oft ähnlich, je Stelle meist teurer. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, nicht im Preis.
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