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Digitale Außenwerbung: was DOOH kann

Bildschirme statt Papier bedeuten kurzfristige Schaltung, wechselnde Motive und Steuerung nach Wetter oder Uhrzeit. Der Preis dafür ist geteilte Aufmerksamkeit.

04.01.2026 2 Min. Lesezeit 339 Wörter
Digitale Außenwerbung: was DOOH kann

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Motiv teilt sich die Fläche mit fünf bis neun anderen.
  • Kurzfristige Schaltung und Kontextsteuerung sind die eigentlichen Vorteile.
  • Bewegung im Motiv ist erlaubt und wird selten genutzt.

Digitale Außenwerbung ersetzt das geklebte Plakat durch einen Bildschirm. Damit ändert sich nicht das Medium, sondern seine Steuerbarkeit.

Was digital möglich wird

  1. Kurzfristige Schaltung. Ein Motiv kann innerhalb von Stunden live gehen, nicht erst zur nächsten Dekade.
  2. Wechselnde Motive. Morgens ein anderes als abends, werktags ein anderes als am Wochenende.
  3. Kontextsteuerung. Auslösung nach Wetter, Temperatur, Uhrzeit, Verkehrslage oder Pollenflug.
  4. Bewegung. Animation ist möglich, wo Papier statisch bleibt.
  5. Kurzfristige Reaktion. Auf Ereignisse, Wettbewerber oder eigene Verfügbarkeiten.

Punkt drei ist der interessanteste und wird am wenigsten genutzt. Ein Eiscafé, dessen Motiv erst ab 22 Grad ausgespielt wird, verschwendet kein Budget an kühlen Tagen.

Wer DOOH bucht und dasselbe Motiv rund um die Uhr ausspielt, zahlt für Flexibilität, die er nicht nutzt. Dann ist Papier günstiger.

Der Nachteil: geteilte Fläche

Ein digitaler Werbeträger zeigt in einer Schleife mehrere Motive. Üblich sind sechs bis neun Motive à zehn Sekunden in einer Schleife von 60 bis 90 Sekunden.

Das bedeutet: Ihre Botschaft ist ein Sechstel bis ein Neuntel der Zeit sichtbar. Ein geklebtes Plakat ist es hundert Prozent der Zeit.

Für die Rechnung heißt das: Vergleichen Sie nicht Preis je Stelle, sondern Preis je Kontaktchance.

Gestaltung für Bildschirme

Die Regeln sind strenger als bei Papier:

RegelGrund
Höchstens fünf Wörterzehn Sekunden, oft im Vorbeigehen
Sehr hoher KontrastUmgebungslicht, Spiegelungen
Keine dünnen SchriftenBildschirme lösen fein nicht auf
Bewegung sparsamzu viel lenkt vom Inhalt ab
Endbild statischdie letzten Sekunden müssen lesbar stehen
Kein Tonist an den meisten Standorten abgeschaltet

Das Endbild ist der wichtigste Punkt. Eine Animation, die im letzten Moment noch wechselt, hinterlässt keine lesbare Aussage.

Wo DOOH steht

Bahnhöfe, Flughäfen, Einkaufszentren, Tankstellen, Arztpraxen, Fitnessstudios, Supermärkte und zunehmend Straßenstandorte. Jede Umgebung hat eine andere Verweildauer.

An Standorten mit Wartezeit, etwa an Kassen oder in Wartezimmern, sind längere Botschaften möglich. Dort funktionieren auch erklärende Motive, die an der Straße nie wirken würden.

Einkauf und Abrechnung

DOOH wird zunehmend automatisiert eingekauft, ähnlich wie Onlinewerbung. Das erlaubt Buchungen ab kleinen Budgets und die Steuerung nach Zielgruppen aus Mobilfunkdaten.

Prüfen Sie bei solchen Angeboten genau, wie Kontakte gezählt werden. Die Zählweisen unterscheiden sich erheblich, und die Vergleichbarkeit zwischen Anbietern ist begrenzt.

Häufige Fragen

Wie lange wird ein Motiv gezeigt?

Üblich sind 10 Sekunden in einer Schleife von 60 bis 90 Sekunden. Ihr Motiv erscheint also etwa jede Minute einmal.

Ist DOOH teurer als Papier?

Je Kontakt oft ähnlich, je Stelle meist teurer. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, nicht im Preis.

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