
Print & Außenwerbung
Printwerbung ist nicht tot, aber teurer geworden
Auflagen sinken, Preise steigen, Streuverluste bleiben. Trotzdem gibt es Situationen, in denen gedruckte Werbung die effizienteste Wahl ist.
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Fünf Fehler verursachen den Großteil aller Reklamationen im Druck. Wer sie kennt, spart Korrekturschleifen, Zeit und im Zweifel eine ganze Auflage.

Die meisten Probleme im Druck entstehen nicht in der Druckerei, sondern bei der Datenanlieferung. Fünf Fehler machen den Großteil aus.
Beim Schneiden einer Auflage entstehen Toleranzen von ein bis zwei Millimetern. Motive, die bis an den Rand laufen sollen, brauchen deshalb einen Überstand.
Standard sind 3 Millimeter auf jeder Seite. Eine A4-Seite mit Anschnitt misst also 216 mal 303 Millimeter. Zusätzlich sollte wichtiger Inhalt mindestens 5 Millimeter vom Rand entfernt bleiben.
Bildschirme arbeiten mit RGB, Druck mit CMYK. Eine RGB-Datei wird in der Druckerei umgerechnet, und dabei verschieben sich Farben, besonders bei leuchtenden Blau-, Grün- und Orangetönen.
Rechnen Sie selbst um und prüfen Sie das Ergebnis. Dann entscheiden Sie, wie die Farbe aussieht, nicht ein automatischer Vorgang in der Druckerei.
| Verwendung | Erforderliche Auflösung |
|---|---|
| Hochwertiger Druck | 300 dpi bei Endgröße |
| Zeitungsdruck | 200 dpi |
| Großformat, Betrachtung ab 2 m | 100 bis 150 dpi |
| Plakat, Betrachtung ab 10 m | 30 bis 72 dpi |
Ein Bild aus dem Internet hat meist 72 dpi und ist für den Druck in Originalgröße unbrauchbar. Es lässt sich nicht nachträglich hochrechnen.
Wenn die Druckerei Ihre Schrift nicht hat, wird sie ersetzt, und das gesamte Layout verschiebt sich. Betten Sie Schriften bei der PDF-Erstellung ein oder wandeln Sie sie in Kurven um.
Die Umwandlung in Kurven ist die sicherste Lösung. Nachteil: Der Text ist danach nicht mehr editierbar, bewahren Sie also die Ursprungsdatei.
Wenn Ihre Datei Sonderfarben enthält, die nicht gedruckt werden sollen, entstehen zusätzliche Druckplatten und Kosten. Prüfen Sie die Separationsvorschau vor der Abgabe.
Ebenso wichtig: Schwarzer Text sollte auf Überdrucken stehen, sonst entstehen bei minimalem Versatz weiße Ränder um die Buchstaben.
Ein Proof ist ein farbverbindlicher Andruck. Er kostet je nach Format 30 bis 120 Euro und zeigt, wie das Ergebnis tatsächlich aussieht.
Bei Auflagen über 1.000 Stück oder bei farbkritischen Motiven lohnt er sich fast immer. Er ist zugleich die Grundlage für eine Reklamation: Ohne Proof lässt sich schwer belegen, dass die Farbe abweicht.
Punkt sieben findet mehr Fehler als alle technischen Prüfungen zusammen.
Ein Überstand von meist 3 Millimeter über das Endformat hinaus. Beim Schneiden entstehen Toleranzen; ohne Anschnitt entstehen weiße Blitzer am Rand.
Der Bildschirm zeigt Licht, der Druck zeigt Farbe auf Papier. Leuchtende Blau- und Grüntöne lassen sich im Vierfarbdruck nicht erreichen.
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