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Print & Außenwerbung

Plakatwerbung: Formate und Preise

Sieben Wörter, drei Sekunden, zwanzig Meter Entfernung. Plakat ist das Medium mit den härtesten Regeln und der zuverlässigsten Wirkung auf Bekanntheit.

06.01.2026 2 Min. Lesezeit 320 Wörter
Plakatwerbung: Formate und Preise

Das Wichtigste in Kürze

  • Sieben Wörter sind die Obergrenze für ein Plakat an einer Straße.
  • Gebucht wird in Dekaden, also Zeiträumen von elf Tagen.
  • Der Preis hängt an der Passantenfrequenz, nicht an der Fläche.

Außenwerbung erreicht Menschen, die nichts anderes tun als unterwegs sein. Diese Situation ist der Vorteil und die Beschränkung zugleich: Aufmerksamkeit ist vorhanden, Zeit nicht.

Die Formate

FormatMaßeTypische LagePreis je Dekade und Stelle
Großfläche (18/1)356 × 252 cmStraßenrand90 bis 350 €
City-Light-Poster118 × 175 cmHaltestellen, hinterleuchtet120 bis 450 €
Ganzsäule360 cm UmfangInnenstadt200 bis 700 €
Mega-Light356 × 252 cmbeleuchtet, wechselnd300 bis 900 €
Riesenposterab 20 m²Gebäudefassadenab 1.500 €
Kleinfläche (1/1)119 × 84 cmOrtsränder, Wände25 bis 80 €

Die Preise gelten je Stelle und Dekade. Eine Dekade umfasst elf Tage; das Jahr ist in 33 Dekaden eingeteilt.

Die Sieben-Wörter-Regel

Ein Plakat an einer Straße wird zwei bis vier Sekunden gesehen, aus Entfernung, oft in Bewegung. Mehr als sieben Wörter werden nicht gelesen.

Was auf ein Plakat gehört:

  1. Eine Aussage, in höchstens sieben Wörtern.
  2. Ein Bild oder eine große Farbfläche.
  3. Der Absender, groß genug zum Erkennen.
  4. Höchstens ein Weiterführungselement, etwa eine kurze Adresse.

Was nicht darauf gehört: Telefonnummern, mehrere Angebote, Kleingedrucktes, Aufzählungen, mehr als eine Handlungsaufforderung.

Ein Plakat, das man verstehen muss, hat versagt. Es muss beim Vorbeifahren wirken, nicht beim Nachdenken.

Wo Plakat funktioniert

  • Bekanntheitsaufbau in einem definierten Gebiet.
  • Eröffnungen und Standorthinweise, weil die Nähe stimmt.
  • Personalgewinnung, weil Pendler die Zielgruppe sind.
  • Begleitung anderer Kanäle, weil Wiedererkennung steigt.

Wo es nicht funktioniert: bei erklärungsbedürftigen Angeboten, bei kurzfristigen Aktionen unter einer Woche und bei sehr kleinen Zielgruppen.

Die Standortwahl

Der Preis richtet sich nach der Frequenz. Wichtiger als die Zahl ist die Passung: Zwanzig Stellen im richtigen Stadtteil wirken stärker als sechzig verteilt über die Region.

Fragen Sie nach:

  • Der Frequenz je Stelle, standardisiert erhoben.
  • Der Sichtbarkeitsdauer, also wie lange eine Stelle im Blickfeld ist.
  • Der Lage: Ampel und Kreuzung schlagen freie Strecke, weil Menschen dort warten.
  • Der Beleuchtung, besonders im Winterhalbjahr.

Personalwerbung auf Plakaten

Ein wachsender Anteil der Außenwerbung im Mittelstand wirbt um Mitarbeitende statt um Kundschaft. Das funktioniert gut, weil Pendler auf dem Arbeitsweg erreicht werden.

Die Regeln bleiben dieselben: sieben Wörter, eine Aussage. „Dachdecker gesucht. 4.200 Euro. Feierabend um 16 Uhr." erfüllt sie und wirkt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Plakatkampagne?

Für eine Kleinstadt mit 20 Großflächen über eine Dekade etwa 1.800 bis 4.000 Euro inklusive Druck und Kleben. In Großstädten deutlich mehr.

Wie lange sollte eine Kampagne laufen?

Mindestens eine Dekade, besser zwei. Eine einzelne Woche erzeugt zu wenig Kontakte für Erinnerung.

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