
Print & Außenwerbung
Printwerbung ist nicht tot, aber teurer geworden
Auflagen sinken, Preise steigen, Streuverluste bleiben. Trotzdem gibt es Situationen, in denen gedruckte Werbung die effizienteste Wahl ist.
Print & Außenwerbung
Die günstigste Werbefläche mit der höchsten Kontaktzahl steht den meisten Geschäften bereits zur Verfügung und wird zweimal im Jahr gewechselt.

Ein Schaufenster in einer Fußgängerzone hat je nach Lage 500 bis 5.000 Sichtkontakte am Tag. Es ist bereits bezahlt, es kostet keine Miete zusätzlich, und es wird in vielen Geschäften zweimal im Jahr verändert.
Ein Passant geht mit etwa fünf Kilometern pro Stunde. Bei einer Schaufensterbreite von vier Metern hat das Fenster knapp drei Sekunden.
In dieser Zeit muss eine Frage beantwortet werden: Ist hier etwas für mich? Nicht: Was gibt es hier alles?
Der häufigste Fehler ist, möglichst viel zu zeigen. Ein volles Fenster wird als Fläche wahrgenommen, nicht als Angebot.
Wirksam ist die Reduktion:
| Frequenz | Wirkung |
|---|---|
| Wöchentlich | ideal bei täglicher Laufkundschaft |
| Alle zwei Wochen | guter Standard |
| Monatlich | vertretbar |
| Quartalsweise | wird von Stammpassanten nicht mehr gesehen |
| Zweimal jährlich | wirkungslos |
Wer täglich vorbeigeht, blendet ein unverändertes Fenster nach etwa einer Woche aus. Der Wechsel ist wichtiger als die Perfektion der Gestaltung.
Ein beleuchtetes Fenster wirkt auch nach Ladenschluss, in den dunklen Monaten also während der Hälfte der Zeit, in der Menschen vorbeigehen.
Die Kosten sind gering: Moderne Beleuchtung mit Zeitschaltung kostet wenige Euro im Monat. Der Gewinn an Wirkungsdauer beträgt in den Wintermonaten das Doppelte.
Achten Sie auf die Ausrichtung: Strahler sollten die Ware anleuchten, nicht die Scheibe. Falsch gerichtete Strahler erzeugen Blendung und Spiegelungen.
Beobachtungen in Einkaufsstraßen zeigen wiederkehrende Muster. Menschen bleiben stehen bei:
Sie bleiben nicht stehen bei: gleichmäßig verteilter Ware, wiederholten Elementen, Werbeplakaten von Herstellern und vollflächigen Aufklebern auf der Scheibe.
Aufkleber auf der Scheibe reduzieren den Blick ins Geschäft. Ein Geschäft, in das man nicht hineinsehen kann, wird seltener betreten.
Beschränken Sie Beklebung auf die oberen und unteren Ränder und halten Sie die Sichtachse in Augenhöhe frei. Öffnungszeiten, Zahlungsarten und Barrierefreiheit gehören an die Tür, nicht ins Blickfeld.
Alle zwei bis vier Wochen. Passanten, die täglich vorbeikommen, nehmen ein unverändertes Fenster nach einer Woche nicht mehr wahr.
Ja. Ein sichtbarer Preis erhöht die Eintrittswahrscheinlichkeit, weil er die Unsicherheit nimmt, ob das Geschäft zur eigenen Preisvorstellung passt.
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