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Werbeartikel, die behalten werden

Ein Kugelschreiber für 30 Cent, der nach drei Tagen im Müll landet, ist teurer als ein Artikel für 8 Euro, der drei Jahre auf einem Schreibtisch steht.

09.12.2025 2 Min. Lesezeit 336 Wörter
Werbeartikel, die behalten werden

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechnen Sie in Kosten je Nutzungsmonat, nicht in Stückpreis.
  • Nützlichkeit schlägt Menge.
  • Steuerlich gilt die 35-Euro-Grenze je Empfänger und Jahr.

Werbeartikel werden nach Stückpreis eingekauft und sollten nach Nutzungsdauer bewertet werden. Diese Umstellung verändert die Auswahl grundlegend.

Die Rechnung je Nutzungsmonat

ArtikelStückpreisNutzungsdauerKosten je Monat
Kugelschreiber einfach0,30 €1 Monat0,30 €
Kugelschreiber gut3,50 €24 Monate0,15 €
Notizbuch6,00 €8 Monate0,75 €
Trinkflasche9,00 €36 Monate0,25 €
Zollstock4,50 €60 Monate0,08 €
Baumwolltasche3,00 €30 Monate0,10 €
Feuerzeug0,60 €2 Monate0,30 €

Die günstigsten Werte je Nutzungsmonat erreichen Artikel, die tatsächlich gebraucht werden und nicht kaputtgehen.

Ein Zollstock mit Ihrer Nummer liegt fünf Jahre in einer Werkzeugkiste und wird jedes Mal gesehen, wenn er benutzt wird. Ein Kugelschreiber für ein Zehntel des Preises ist nach vier Wochen leer.

Die drei Kategorien

Streuartikel für Messen und Veranstaltungen, in großer Zahl, geringer Wert. Hier zählt, dass etwas mitgenommen wird.

Nutzartikel für Bestandskundschaft und qualifizierte Kontakte, mittlerer Wert, hohe Nutzungsdauer. Hier zählt die Dauer der Sichtbarkeit.

Wertige Präsente für wenige wichtige Kontakte, hoher Wert. Hier zählt die Geste, nicht die Werbewirkung.

Verwechseln Sie die Kategorien nicht. Ein hochwertiges Präsent an alle Messebesucher verteilt ist Geldverschwendung, ein Streuartikel für einen wichtigen Kunden ist eine Beleidigung.

Die Beschriftung

Ein Werbeartikel wirkt nur, wenn erkennbar ist, von wem er stammt und was der Betrieb tut.

  • Firmenname, gut lesbar.
  • Die Leistung in zwei bis drei Wörtern.
  • Telefonnummer oder eine kurze Adresse.
  • Keine langen Domainnamen, sie werden nicht abgetippt.

Bei kleinen Artikeln reicht Name und Nummer. Der Zusatz „Dachdecker" macht aus einem Namen eine Information.

Steuer und Compliance

Geschenke an Personen, die nicht Arbeitnehmer sind, sind bis zu einer Freigrenze je Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar. Wird sie überschritten, entfällt der Abzug vollständig, nicht nur für den übersteigenden Teil.

Zusätzlich kann eine pauschale Besteuerung in Betracht kommen. Führen Sie deshalb Empfängeraufzeichnungen. Bei Streuartikeln geringen Werts gelten Erleichterungen.

Beachten Sie außerdem interne Regeln der Empfänger. Viele Unternehmen und alle Behörden haben Annahmegrenzen, teils bei null. Ein Präsent, das zurückgeschickt werden muss, schadet.

Nachhaltigkeit

Werbeartikel haben ein Imageproblem, weil viele als Wegwerfware wahrgenommen werden. Wer wenige, langlebige und regional produzierte Artikel verteilt, dreht dieses Argument um.

Ein Artikel mit nachvollziehbarer Herkunft und Nutzen wird als Aussage über den Betrieb gelesen, nicht als Werbegeschenk.

Häufige Fragen

Was ist steuerlich zu beachten?

Geschenke an Geschäftspartner sind bis 50 Euro netto je Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar. Darüber hinaus nicht. Bei Streuartikeln unter 10 Euro gelten Erleichterungen. Lassen Sie das im Einzelfall prüfen.

Welche Artikel werden am längsten behalten?

Werkzeuge, Taschen, Trinkflaschen, Notizbücher und alles, was im Arbeitsalltag tatsächlich gebraucht wird.

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