
Print & Außenwerbung
Printwerbung ist nicht tot, aber teurer geworden
Auflagen sinken, Preise steigen, Streuverluste bleiben. Trotzdem gibt es Situationen, in denen gedruckte Werbung die effizienteste Wahl ist.
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Ein Kugelschreiber für 30 Cent, der nach drei Tagen im Müll landet, ist teurer als ein Artikel für 8 Euro, der drei Jahre auf einem Schreibtisch steht.

Werbeartikel werden nach Stückpreis eingekauft und sollten nach Nutzungsdauer bewertet werden. Diese Umstellung verändert die Auswahl grundlegend.
| Artikel | Stückpreis | Nutzungsdauer | Kosten je Monat |
|---|---|---|---|
| Kugelschreiber einfach | 0,30 € | 1 Monat | 0,30 € |
| Kugelschreiber gut | 3,50 € | 24 Monate | 0,15 € |
| Notizbuch | 6,00 € | 8 Monate | 0,75 € |
| Trinkflasche | 9,00 € | 36 Monate | 0,25 € |
| Zollstock | 4,50 € | 60 Monate | 0,08 € |
| Baumwolltasche | 3,00 € | 30 Monate | 0,10 € |
| Feuerzeug | 0,60 € | 2 Monate | 0,30 € |
Die günstigsten Werte je Nutzungsmonat erreichen Artikel, die tatsächlich gebraucht werden und nicht kaputtgehen.
Streuartikel für Messen und Veranstaltungen, in großer Zahl, geringer Wert. Hier zählt, dass etwas mitgenommen wird.
Nutzartikel für Bestandskundschaft und qualifizierte Kontakte, mittlerer Wert, hohe Nutzungsdauer. Hier zählt die Dauer der Sichtbarkeit.
Wertige Präsente für wenige wichtige Kontakte, hoher Wert. Hier zählt die Geste, nicht die Werbewirkung.
Verwechseln Sie die Kategorien nicht. Ein hochwertiges Präsent an alle Messebesucher verteilt ist Geldverschwendung, ein Streuartikel für einen wichtigen Kunden ist eine Beleidigung.
Ein Werbeartikel wirkt nur, wenn erkennbar ist, von wem er stammt und was der Betrieb tut.
Bei kleinen Artikeln reicht Name und Nummer. Der Zusatz „Dachdecker" macht aus einem Namen eine Information.
Geschenke an Personen, die nicht Arbeitnehmer sind, sind bis zu einer Freigrenze je Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar. Wird sie überschritten, entfällt der Abzug vollständig, nicht nur für den übersteigenden Teil.
Zusätzlich kann eine pauschale Besteuerung in Betracht kommen. Führen Sie deshalb Empfängeraufzeichnungen. Bei Streuartikeln geringen Werts gelten Erleichterungen.
Beachten Sie außerdem interne Regeln der Empfänger. Viele Unternehmen und alle Behörden haben Annahmegrenzen, teils bei null. Ein Präsent, das zurückgeschickt werden muss, schadet.
Werbeartikel haben ein Imageproblem, weil viele als Wegwerfware wahrgenommen werden. Wer wenige, langlebige und regional produzierte Artikel verteilt, dreht dieses Argument um.
Ein Artikel mit nachvollziehbarer Herkunft und Nutzen wird als Aussage über den Betrieb gelesen, nicht als Werbegeschenk.
Geschenke an Geschäftspartner sind bis 50 Euro netto je Empfänger und Jahr als Betriebsausgabe abziehbar. Darüber hinaus nicht. Bei Streuartikeln unter 10 Euro gelten Erleichterungen. Lassen Sie das im Einzelfall prüfen.
Werkzeuge, Taschen, Trinkflaschen, Notizbücher und alles, was im Arbeitsalltag tatsächlich gebraucht wird.
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