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App-Werbung: Installationen sind nicht das Ziel

Eine Installation für zwei Euro klingt gut, bis man sieht, dass 80 Prozent der Nutzer die App nach einer Woche nicht mehr öffnen.

13.05.2026 2 Min. Lesezeit 375 Wörter
App-Werbung: Installationen sind nicht das Ziel

Das Wichtigste in Kürze

  • Steuern Sie auf ein Ereignis nach der Installation, nicht auf die Installation.
  • Nach sieben Tagen sind typischerweise 70 bis 85 Prozent der Neuinstallationen inaktiv.
  • Installationsbetrug ist in diesem Kanal besonders verbreitet.

App-Werbung hat eine Kennzahl, die überall im Vordergrund steht und fast nichts aussagt: die Kosten je Installation. Sie ist leicht zu messen, leicht zu optimieren und leicht zu fälschen.

Was nach der Installation passiert

Die Abbruchkurve ist über Kategorien hinweg erstaunlich stabil.

ZeitpunktAnteil noch aktiver Nutzer
Tag 125 bis 40 %
Tag 715 bis 30 %
Tag 308 bis 15 %
Tag 904 bis 8 %

Bei 2 Euro je Installation und 10 Prozent Aktivität nach 30 Tagen kostet ein aktiver Nutzer 20 Euro. Das ist die Zahl, die zählt.

Eine Installation ist eine Absichtserklärung, kein Nutzer. Wer auf Installationen optimiert, bekommt Menschen, die gut im Installieren sind.

Auf welches Ereignis Sie steuern sollten

Wählen Sie ein Ereignis, das nah am Geschäftswert liegt und häufig genug vorkommt, damit die Automatik lernen kann.

  • Zu früh: Installation, App geöffnet.
  • Richtig: Registrierung abgeschlossen, erste Kernhandlung ausgeführt, Probeabo gestartet.
  • Zu selten: Kauf nach 30 Tagen, Jahresabo.

Ein gängiger Kompromiss ist ein zweistufiges Vorgehen: In den ersten vier Wochen auf Registrierung optimieren, danach auf den ersten Kauf, sobald genug Ereignisse zusammenkommen.

Die erste Sitzung entscheidet

Der stärkste Hebel für die Haltequote liegt nicht in der Werbung, sondern in den ersten neunzig Sekunden nach dem Start.

Was messbar hilft:

  1. Kernnutzen vor der Registrierung erlebbar machen, nicht danach.
  2. Berechtigungsabfragen erst stellen, wenn der Nutzen klar ist.
  3. Registrierung so spät wie möglich verlangen.
  4. Erste Kernhandlung in unter zwei Minuten erreichbar.
  5. Ladezeit beim ersten Start unter drei Sekunden.

Ein Betrieb, der die Werbekosten um 20 Prozent senken will, findet den Hebel häufiger in Punkt drei als in der Kampagnenstruktur.

Installationsbetrug erkennen

Dieser Kanal ist für Betrug besonders anfällig, weil eine Installation leicht zu simulieren ist.

Warnzeichen:

  • Sehr kurze Zeit zwischen Klick und Installation, unter zehn Sekunden.
  • Auffällige Häufung bestimmter Gerätemodelle oder Betriebssystemversionen.
  • Installationen aus Regionen, die Sie nicht bewerben.
  • Nutzer, die nie ein Ereignis nach der Installation auslösen, in Blöcken.
  • Ein Partner mit sehr hoher Installationszahl und sehr niedriger Haltequote.

Nutzen Sie ein Messwerkzeug mit Betrugserkennung. Die Gebühr liegt meist bei wenigen Cent je Installation und findet regelmäßig zweistellige Anteile.

Die Kanäle im Vergleich

KanalKosten je InstallationQualität
Suchanzeigen im App-Storemittel bis hochsehr hoch, Absicht vorhanden
Soziale Netzwerkemittelmittel bis hoch
Videoplattformenmittelmittel
Werbenetzwerke für Appssehr niedrigoft sehr niedrig
Belohnte Installationenam niedrigstenfast wertlos

Die letzte Zeile bezeichnet Angebote, bei denen Nutzer für die Installation eine Belohnung im Spiel erhalten. Sie füllen Statistiken und liefern keine Nutzer.

Häufige Fragen

Was kostet eine Installation?

Je nach Kategorie und Land 0,80 bis 6 Euro. Die Zahl ist für sich genommen wertlos, entscheidend sind die Kosten je aktivem Nutzer nach 30 Tagen.

Was ist eine gute Haltequote?

Nach 30 Tagen sind 8 bis 15 Prozent im Durchschnitt normal, über 25 Prozent sehr gut. Spiele liegen niedriger, Werkzeug-Apps höher.

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