
Zukunft der Werbung
Künstliche Intelligenz in der Werbung
Die Werkzeuge sind da, die Produktionskosten fallen, die Qualitätsansprüche steigen. Was sich tatsächlich ändert und was nur behauptet wird.
Zukunft der Werbung
Die Branche zählt Einblendungen, weil sie zählbar sind. Aufmerksamkeit zu messen ist schwieriger und sagt deutlich mehr über die Wirkung.

Die Werbebranche misst, was sich leicht messen lässt: Einblendungen, Klicks, Sichtbarkeit nach einer sehr niedrigen Definition. Keine dieser Größen sagt, ob ein Mensch die Werbung wahrgenommen hat.
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| Einblendung | Anzeige wurde ausgeliefert |
| Sichtbarkeit | 50 % der Fläche für 1 Sekunde im Bildschirmbereich |
| Wahrnehmung | ein Mensch hat hingesehen |
| Aufmerksamkeit | Blick verweilte messbar |
| Erinnerung | Inhalt ist später abrufbar |
Zwischen Stufe zwei und drei liegt der größte Verlust. Untersuchungen mit Blickverfolgung zeigen regelmäßig, dass nur ein Bruchteil der als sichtbar gezählten Anzeigen tatsächlich angesehen wird.
Mehrere Erkenntnisse aus Aufmerksamkeitsstudien sind für die Planung unmittelbar nutzbar:
Punkt eins hat eine unmittelbare Folge für die Planung: Ein teureres, größeres Format ist häufig günstiger je Aufmerksamkeitssekunde als ein billiges kleines.
Auch ohne Zugang zu Aufmerksamkeitsdaten lassen sich die Erkenntnisse anwenden:
Aufmerksamkeit ist eine Zwischengröße, kein Geschäftsergebnis. Eine Anzeige kann angesehen werden und trotzdem nichts bewirken, wenn die Botschaft nicht überzeugt.
Behandeln Sie Aufmerksamkeitsmessung deshalb als Verbesserung der Mediaplanung, nicht als Ersatz für die Frage, ob Ihre Werbung etwas zu sagen hat. Die beste Aufmerksamkeitsquote nützt nichts, wenn das Angebot nicht trägt.
Über Blickverfolgung in Testgruppen, kombiniert mit Verweildauer im sichtbaren Bereich und Interaktionssignalen. Daraus entstehen Modelle, die auf Kampagnen angewendet werden.
Erste Anbieter erlauben Planung und Abrechnung nach Aufmerksamkeitssekunden. Verbreitet ist es noch nicht.
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