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KI-Bilder in Kampagnen einsetzen

Bildproduktion ist billig geworden. Die rechtlichen und praktischen Grenzen sind es nicht, und sie werden regelmäßig übersehen.

01.12.2025 2 Min. Lesezeit 341 Wörter
KI-Bilder in Kampagnen einsetzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei generierten Bildern ist die Rechtslage zum Urheberrecht ungeklärt.
  • Reale Personen, Marken und Produkte dürfen nicht nachgebildet werden.
  • Für abstrakte Themen sind generierte Bilder ideal, für Referenzen ungeeignet.

Generierte Bilder haben die Kosten der Bildproduktion für bestimmte Zwecke praktisch auf null gesenkt. Für andere Zwecke sind sie ungeeignet, und die Grenze verläuft nicht dort, wo viele sie vermuten.

Wo sie gut funktionieren

EinsatzEignung
Abstrakte Themen und Symboliksehr gut
Hintergründe und Texturensehr gut
Stimmungsbilder ohne Personengut
Illustrationen zu Fachbeiträgengut
Konzeptvisualisierung internsehr gut
Darstellung eigener Leistungenschlecht
Referenzen und Ergebnisseungeeignet
Teamdarstellungenungeeignet
Produktabbildungenungeeignet

Die untere Hälfte ist die wichtige. Ein generiertes Bild eines Bades als Referenz für Ihre Arbeit ist irreführende Werbung, unabhängig von der Bildqualität.

Ein generiertes Bild darf illustrieren, aber nicht belegen. Sobald es als Nachweis eigener Arbeit oder eigener Produkte wirkt, wird es zur Täuschung.

Die urheberrechtliche Lage

Bei rein maschinell erzeugten Bildern entsteht in der Regel kein Urheberrecht, weil eine persönliche geistige Schöpfung fehlt. Das hat eine praktische Folge, die häufig übersehen wird: Sie können Dritten die Nutzung Ihres Motivs nicht untersagen.

Für ein Stimmungsbild ist das unerheblich. Für ein Motiv, das Ihre Kampagne trägt und wiedererkennbar sein soll, ist es ein Problem.

Prüfen Sie zusätzlich die Nutzungsbedingungen des verwendeten Dienstes. Sie regeln, ob kommerzielle Nutzung erlaubt ist und ob Einschränkungen bestehen.

Was nicht dargestellt werden darf

  1. Reale Personen, auch nicht in Anlehnung. Persönlichkeitsrechte gelten unabhängig vom Entstehungsweg.
  2. Fremde Marken und Logos, auch verfremdet.
  3. Geschützte Designs, etwa charakteristische Produktformen.
  4. Werke anderer Urheber in erkennbarer Übernahme.
  5. Reale Ereignisse in einer Weise, die als Dokumentation wirkt.

Punkt fünf ist der sensibelste und Gegenstand zunehmender Regulierung.

Die typischen Qualitätsprobleme

Auch gute Systeme erzeugen wiederkehrende Fehler, die in einer Kampagne peinlich werden:

  • Hände und Finger in falscher Zahl oder Stellung.
  • Schrift und Beschilderung als sinnlose Zeichenfolgen.
  • Spiegelungen und Schatten, die physikalisch nicht passen.
  • Werkzeuge und Maschinen mit erfundenen Bauteilen.
  • Kleidung und Schutzausrüstung, die fachlich falsch ist.

Der letzte Punkt ist in Fachbranchen heikel: Ein generiertes Bild eines Elektrikers ohne korrekte Schutzausrüstung wird von der Zielgruppe sofort erkannt und untergräbt die Fachlichkeit.

Die Kennzeichnung

Eine freiwillige Kennzeichnung generierter Bilder ist der sichere Weg, sowohl rechtlich als auch im Umgang mit der Zielgruppe. Ein Hinweis im Bildnachweis oder im Impressum genügt in den meisten Fällen.

Bei Bildern, die reale Situationen oder Personen darzustellen scheinen, ist eine deutliche Kennzeichnung am Bild selbst angezeigt.

Häufige Fragen

Darf man KI-Bilder kommerziell nutzen?

Das hängt von den Nutzungsbedingungen des Dienstes ab. Ein eigenes Urheberrecht entsteht mangels menschlicher Schöpfung meist nicht, was bedeutet, dass Sie Dritten die Nutzung nicht verbieten können.

Muss man KI-Bilder kennzeichnen?

Bei Bildern, die reale Ereignisse oder Personen darzustellen scheinen, ja. Bei erkennbar illustrativen Motiven ist die Lage weniger streng, eine Kennzeichnung bleibt der sichere Weg.

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