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Bildauswahl, die wirkt

Ein eigenes, mittelmäßiges Foto schlägt ein perfektes aus der Bilddatenbank. Der Grund ist nicht Ästhetik, sondern Glaubwürdigkeit.

19.06.2026 2 Min. Lesezeit 369 Wörter
Bildauswahl, die wirkt

Das Wichtigste in Kürze

  • Menschen erkennen Bilddatenbank-Fotos und werten sie ab.
  • Ein Bild braucht eine Aussage, nicht nur ein Motiv.
  • Rechte klären, bevor gedruckt wird, nicht danach.

Die schnellste Verbesserung an den meisten Werbemitteln ist ein Bildwechsel. Nicht zu einem schöneren Bild, sondern zu einem echten.

Warum gekaufte Menschenbilder schaden

Fotos aus Bilddatenbanken werden von vielen Betrieben gleichzeitig genutzt. Menschen erkennen diese Bilder, auch ohne es benennen zu können, und lesen sie als Signal: Dieser Betrieb zeigt sich nicht.

Besonders schädlich sind gestellte Teambilder, lachende Handwerker mit sauberer Kleidung und Beratungsszenen mit Menschen, die auf einen leeren Bildschirm zeigen.

Ein unscharfes Foto Ihrer echten Werkstatt wirkt glaubwürdiger als ein perfektes Foto einer fremden Werkstatt. Glaubwürdigkeit schlägt Bildqualität, solange die Qualität nicht störend schlecht ist.

Was ein gutes Werbebild leistet

Ein Bild soll nicht schmücken, sondern eine der vier Aufgaben erfüllen:

  1. Das Ergebnis zeigen. Das fertige Bad, den gepflegten Garten, das reparierte Fahrzeug.
  2. Den Maßstab zeigen. Wie groß, wie aufwändig, wie viele Menschen.
  3. Die Person zeigen. Wer kommt ins Haus, wer geht ans Telefon.
  4. Das Problem zeigen. Der Zustand vor der Arbeit.

Bilder, die keine dieser Aufgaben erfüllen, können ersatzlos entfallen. Sie kosten Ladezeit und liefern nichts.

Der Fototermin, der sich rechnet

Ein halber Tag mit einer Fotografin liefert Material für zwei bis drei Jahre, wenn er vorbereitet ist.

Bereiten Sie vor:

  • Eine Liste von 15 bis 25 konkreten Motiven, nicht „ein paar Bilder vom Betrieb".
  • Zwei bis drei Baustellen oder Projekte in unterschiedlichen Stadien.
  • Saubere Arbeitskleidung, aber gebrauchte, keine neue.
  • Einverständniserklärungen aller abgebildeten Personen und Kunden.
  • Hoch- und Querformat von jedem wichtigen Motiv.

Der letzte Punkt wird fast immer vergessen und kostet später am meisten. Werbung in sozialen Netzwerken braucht Hochformat, Websites brauchen Querformat.

Bildrechte in drei Sätzen

Sie brauchen für jedes veröffentlichte Foto die Erlaubnis der fotografierenden Person und jeder erkennbaren abgebildeten Person. Bei Mitarbeitenden gilt: Die Einwilligung muss freiwillig sein und ist widerrufbar, insbesondere nach dem Ausscheiden. Bei Kundenprojekten brauchen Sie zusätzlich die Erlaubnis, fremdes Eigentum zu zeigen, sobald es zuordenbar ist.

Halten Sie das schriftlich fest, einmal je Person, mit Nennung der Kanäle und einer Dauer.

Bilder technisch vorbereiten

VerwendungFormatBreiteDateigröße
Website AufmacherWebP1.600 bis 1.920 pxunter 250 KB
Website VorschauWebP800 pxunter 90 KB
Soziale Netzwerke querJPG1.200 pxunter 300 KB
Soziale Netzwerke hochJPG1.080 × 1.920 pxunter 400 KB
Druck A4TIFF oder PDF300 dpikeine Grenze

Ein unkomprimiertes Foto direkt aus der Kamera hat oft 8 Megabyte. Auf einer Website kostet das mehrere Sekunden Ladezeit und damit messbar Abschlüsse.

Häufige Fragen

Wann sind gekaufte Bilder in Ordnung?

Für abstrakte Themen, Hintergründe und Symbolik. Nicht für Menschen, die Ihr Team darstellen sollen, und nicht für Arbeitsergebnisse.

Was kostet ein Fototermin?

Für einen halben Tag mit 30 bis 60 verwertbaren Bildern sind 600 bis 1.500 Euro üblich, zuzüglich Nutzungsrechte. Das rechnet sich über drei Jahre fast immer.

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