
Strategie & Handwerk
Werbebudget verteilen: die 70-20-10-Regel
Drei Töpfe statt einer Zahl. Wie Sie ein Werbebudget so aufteilen, dass laufendes Geschäft, Wachstum und Experimente sich nicht gegenseitig auffressen.
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Ein Claim, den man nicht braucht, schadet mehr als keiner. Wann sich einer lohnt, wie er entsteht und woran die meisten scheitern.

Claim und Slogan werden häufig verwechselt. Der Unterschied ist praktisch bedeutsam: Ein Claim steht dauerhaft neben dem Logo und beschreibt, wofür ein Unternehmen steht. Ein Slogan gehört zu einer Kampagne und wird gewechselt.
Ein Claim ist sinnvoll, wenn der Firmenname allein nicht verrät, was das Unternehmen tut, oder wenn eine Positionierung transportiert werden soll, die aus dem Namen nicht hervorgeht.
Er ist überflüssig, wenn der Name schon alles sagt. „Dachdeckerei Schulte" braucht keinen Zusatz „Ihr Dachprofi".
| Typ | Beispielmuster | Stärke |
|---|---|---|
| Leistungsbeschreibend | „Bäder aus einer Hand" | klar, austauschbar |
| Nutzenversprechend | „Warm in 48 Stunden" | stark, wenn belegbar |
| Haltungsbezogen | „Wir sagen auch Nein" | einprägsam, riskant |
| Regionalbezogen | „Vom Niederrhein, für den Niederrhein" | stark im lokalen Markt |
Der zweite und vierte Typ funktionieren im Mittelstand am zuverlässigsten. Der dritte wirkt stark, verlangt aber, dass der Betrieb ihn im Alltag einlöst.
Setzen Sie den Namen Ihres größten Wettbewerbers vor Ihren Claim. Ergibt es weiterhin Sinn? Dann ist der Claim keine Aussage, sondern eine Branchenbeschreibung.
„Qualität, die überzeugt", „Ihr Partner für morgen", „Kompetenz und Vertrauen" bestehen diesen Test alle nicht.
Schritt sechs wird regelmäßig ausgelassen und ist der teuerste Fehler. Ein Claim, der einer eingetragenen Marke ähnelt, führt zu einer Unterlassungsforderung, nachdem alle Fahrzeuge beschriftet und alle Drucksachen bestellt sind.
Recherchieren Sie kostenlos im Register des Deutschen Patent- und Markenamts und in der Unionsmarkendatenbank. Suchen Sie nach der Wortfolge und nach ähnlichen Formulierungen in Ihrer Waren- und Dienstleistungsklasse.
Wenn Sie den Claim dauerhaft nutzen und Geld hineinstecken, lohnt sich eine eigene Markenanmeldung. Die Grundgebühr für eine deutsche Wortmarke in drei Klassen liegt bei 290 Euro bei elektronischer Anmeldung, die Schutzdauer beträgt zehn Jahre.
Er gehört neben das Logo, in die Signatur, auf Fahrzeuge und Geschäftspapiere. Er gehört nicht in jede Anzeigenüberschrift. Wer den Platz in einer Suchanzeige für den Claim verbraucht, verschenkt die einzige Zeile, in der ein konkretes Argument stehen könnte.
Nein. Wer keinen findet, der eine echte Aussage trifft, fährt ohne besser. Ein austauschbarer Claim kostet Platz und Glaubwürdigkeit.
Zwei bis fünf Wörter. Ab sechs merkt ihn sich niemand mehr.
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