
Strategie & Handwerk
Werbebudget verteilen: die 70-20-10-Regel
Drei Töpfe statt einer Zahl. Wie Sie ein Werbebudget so aufteilen, dass laufendes Geschäft, Wachstum und Experimente sich nicht gegenseitig auffressen.
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Werbeblocker, Browserbeschränkungen und Einwilligungsbanner nehmen der Messung im Browser einen wachsenden Teil der Daten. Der Umzug auf den Server holt einen Teil zurück.

Die Messung im Browser verliert seit Jahren an Vollständigkeit. Werbeblocker unterdrücken Skripte, Browser begrenzen die Lebensdauer von Merkmalen, Einwilligungsbanner verhindern das Laden. Was bleibt, ist ein Ausschnitt, dessen Größe niemand genau kennt.
Statt dass der Browser die Ereignisse direkt an die Werbeplattform meldet, meldet er sie an einen eigenen Server, der sie weiterleitet. Das hat drei Wirkungen:
Punkt drei ist der wertvollste und wird am wenigsten genutzt. Er macht aus einer Messung von Formularen eine Messung von Umsatz.
Serverseitige Messung ist keine Umgehung des Datenschutzes. Die Einwilligungspflicht knüpft an das Setzen und Auslesen von Informationen auf dem Endgerät an, nicht an den technischen Weg der Übertragung.
Wer ohne Einwilligung misst und dies serverseitig tut, verstößt genauso gegen die Vorschriften, nur weniger sichtbar. Umgekehrt gilt: Auch bei serverseitiger Messung müssen Sie die Einwilligung prüfen, bevor Sie Daten an eine Werbeplattform senden.
Schritt fünf zeigt den tatsächlichen Gewinn. Übliche Werte sind 15 bis 30 Prozent mehr erfasste Abschlüsse, bei technisch versierten Zielgruppen deutlich mehr.
| Posten | Größenordnung |
|---|---|
| Einrichtung durch Dienstleister | 1.500 bis 5.000 € einmalig |
| Serverbetrieb | 20 bis 150 € im Monat |
| Laufende Pflege | 1 bis 2 Stunden im Monat |
| Rechtliche Prüfung | 300 bis 900 € einmalig |
Der letzte Posten wird gern gespart und ist der, der im Ernstfall zählt.
Wenn Sie nur ein Ereignis nachmelden können, nehmen Sie dieses: den bestätigten Auftrag mit seinem tatsächlichen Wert. Damit lernt die automatische Steuerung, welche Anfragen Geld bringen, und hört auf, billige Anfragen zu bevorzugen, die nie zu Aufträgen werden.
Betriebe berichten nach dieser Umstellung regelmäßig von steigenden Kosten je Anfrage bei gleichzeitig sinkenden Kosten je Auftrag. Das ist genau der gewünschte Effekt.
Es ändert nichts an der Rechtslage. Sie brauchen weiterhin eine Einwilligung, bevor Sie Merkmale setzen oder Daten an Dritte übermitteln. Wer es zur Umgehung einsetzt, handelt rechtswidrig.
Unter etwa 2.000 Euro Mediabudget im Monat selten. Darüber verbessert es die Steuerung spürbar.
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