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Der Unternehmensblog, der sich lohnt

Die meisten Unternehmensblogs sterben nach elf Beiträgen. Wer vorher klärt, wozu er dient und wer schreibt, gehört zu den wenigen Ausnahmen.

18.09.2025 2 Min. Lesezeit 327 Wörter
Der Unternehmensblog, der sich lohnt

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Blog ohne festen Verantwortlichen und Rhythmus scheitert regelmäßig.
  • Zwölf gute Beiträge im Jahr schlagen fünfzig schwache.
  • Der Wert liegt in Auffindbarkeit und Fachbeleg, nicht in Aktualität.

Unternehmensblogs scheitern nach einem erkennbaren Muster: begeisterter Start, sechs Beiträge in zwei Monaten, dann Lücken, dann Stillstand. Ein Blog mit letztem Beitrag von vor zwei Jahren schadet mehr, als er nützt.

Vor dem ersten Beitrag klären

  1. Wozu? Auffindbarkeit, Fachbeleg, Kundenbindung oder Personalgewinnung. Verschiedene Ziele verlangen verschiedene Inhalte.
  2. Wer schreibt? Namentlich, mit fester Zeit im Kalender.
  3. Wer redigiert? Eine zweite Person, die liest, bevor veröffentlicht wird.
  4. Welcher Rhythmus? Realistisch bemessen, lieber monatlich als wöchentlich.
  5. Woher kommen die Themen? Ein Speicher mit mindestens zwanzig Ideen vor dem Start.

Punkt fünf verhindert das häufigste Scheitern: die Verlegenheitssuche nach Thema Nummer sieben.

Ein Blog mit zwölf substanziellen Beiträgen im Jahr wirkt fachlich. Einer mit fünfzig oberflächlichen wirkt beliebig und kostet mehr Zeit.

Die Themenquelle

Die besten Themen liegen in den Fragen, die täglich gestellt werden. Sammeln Sie zwei Wochen lang jede Frage aus Telefonaten, E-Mails und Gesprächen.

Sortieren Sie nach Häufigkeit. Die zwanzig häufigsten Fragen sind Ihre ersten zwanzig Beiträge. Sie haben nachgewiesenes Interesse, sind fachlich abgedeckt und entlasten zugleich das Telefon.

Was einen Beitrag tragfähig macht

MerkmalWarum
Beantwortet eine konkrete Fragewird gesucht
Enthält eigene Zahlennicht austauschbar
Nennt Preise oder Spannenhoher Suchwert
Hat ein DatumAktualität erkennbar
Wird aktualisiert statt ersetztWert wächst über Zeit
Verlinkt auf die passende Leistungführt zur Anfrage

Die fünfte Zeile ist die wirksamste Arbeitsweise: Ein Beitrag, der jährlich aktualisiert wird, sammelt über Jahre Sichtbarkeit. Zwanzig neue Beiträge über dasselbe Thema teilen sie auf.

Der Fehler mit der Aktualität

Viele Blogs berichten über Betriebsereignisse: neue Mitarbeitende, Messeteilnahmen, Jubiläen. Diese Beiträge werden nicht gesucht und sind nach drei Monaten wertlos.

Trennen Sie deshalb zwei Bereiche: Neuigkeiten für den, der ohnehin da ist, und Fachbeiträge, die gefunden werden sollen. Nur der zweite Bereich rechtfertigt den Aufwand.

Der realistische Zeitaufwand

Ein substanzieller Fachbeitrag von 800 bis 1.200 Wörtern kostet drei bis fünf Stunden einschließlich Recherche, Bildern und Korrektur. Bei monatlicher Veröffentlichung sind das 40 bis 60 Stunden im Jahr.

Wer diese Zeit nicht hat, sollte vier Beiträge im Jahr planen und sie gut machen, statt zwölf zu planen und nach fünf aufzuhören.

Häufige Fragen

Wie oft muss man veröffentlichen?

Ein Beitrag im Monat reicht, wenn er Substanz hat. Verlässlichkeit ist wichtiger als Frequenz.

Woher nimmt man Themen?

Aus den Fragen, die Kundschaft täglich stellt. Die zwanzig häufigsten Fragen sind die ersten zwanzig Beiträge.

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