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Redaktionen erhalten hunderte Mitteilungen am Tag und veröffentlichen wenige. Der Unterschied liegt fast immer im ersten Absatz und im fehlenden Nachrichtenwert.
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Die meisten Unternehmensblogs sterben nach elf Beiträgen. Wer vorher klärt, wozu er dient und wer schreibt, gehört zu den wenigen Ausnahmen.

Unternehmensblogs scheitern nach einem erkennbaren Muster: begeisterter Start, sechs Beiträge in zwei Monaten, dann Lücken, dann Stillstand. Ein Blog mit letztem Beitrag von vor zwei Jahren schadet mehr, als er nützt.
Punkt fünf verhindert das häufigste Scheitern: die Verlegenheitssuche nach Thema Nummer sieben.
Die besten Themen liegen in den Fragen, die täglich gestellt werden. Sammeln Sie zwei Wochen lang jede Frage aus Telefonaten, E-Mails und Gesprächen.
Sortieren Sie nach Häufigkeit. Die zwanzig häufigsten Fragen sind Ihre ersten zwanzig Beiträge. Sie haben nachgewiesenes Interesse, sind fachlich abgedeckt und entlasten zugleich das Telefon.
| Merkmal | Warum |
|---|---|
| Beantwortet eine konkrete Frage | wird gesucht |
| Enthält eigene Zahlen | nicht austauschbar |
| Nennt Preise oder Spannen | hoher Suchwert |
| Hat ein Datum | Aktualität erkennbar |
| Wird aktualisiert statt ersetzt | Wert wächst über Zeit |
| Verlinkt auf die passende Leistung | führt zur Anfrage |
Die fünfte Zeile ist die wirksamste Arbeitsweise: Ein Beitrag, der jährlich aktualisiert wird, sammelt über Jahre Sichtbarkeit. Zwanzig neue Beiträge über dasselbe Thema teilen sie auf.
Viele Blogs berichten über Betriebsereignisse: neue Mitarbeitende, Messeteilnahmen, Jubiläen. Diese Beiträge werden nicht gesucht und sind nach drei Monaten wertlos.
Trennen Sie deshalb zwei Bereiche: Neuigkeiten für den, der ohnehin da ist, und Fachbeiträge, die gefunden werden sollen. Nur der zweite Bereich rechtfertigt den Aufwand.
Ein substanzieller Fachbeitrag von 800 bis 1.200 Wörtern kostet drei bis fünf Stunden einschließlich Recherche, Bildern und Korrektur. Bei monatlicher Veröffentlichung sind das 40 bis 60 Stunden im Jahr.
Wer diese Zeit nicht hat, sollte vier Beiträge im Jahr planen und sie gut machen, statt zwölf zu planen und nach fünf aufzuhören.
Ein Beitrag im Monat reicht, wenn er Substanz hat. Verlässlichkeit ist wichtiger als Frequenz.
Aus den Fragen, die Kundschaft täglich stellt. Die zwanzig häufigsten Fragen sind die ersten zwanzig Beiträge.
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