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Presseverteiler selbst aufbauen

Ein gekaufter Verteiler mit 4.000 Adressen bringt weniger als eine selbst gepflegte Liste mit vierzig. Der Unterschied ist, ob die Menschen darauf über Ihr Thema schreiben.

10.10.2025 2 Min. Lesezeit 292 Wörter
Presseverteiler selbst aufbauen

Das Wichtigste in Kürze

  • Vierzig passende Kontakte schlagen viertausend allgemeine.
  • Recherchieren Sie Personen, nicht Redaktionsadressen.
  • Pflegen Sie den Verteiler zweimal jährlich, sonst veraltet er schnell.

Ein Presseverteiler ist eine Liste von Menschen, die über Ihr Thema schreiben. Nicht von Redaktionen, nicht von allgemeinen Adressen, sondern von Personen mit Namen.

Wie Sie Kontakte finden

  1. Rückwärts über Artikel. Suchen Sie Beiträge über Ihr Thema aus den letzten zwölf Monaten und notieren Sie, wer sie geschrieben hat.
  2. Impressum und Redaktionsseiten. Viele Medien führen Ressortzuständigkeiten.
  3. Fachzeitschriften. Dort stehen Namen der Fachredakteure in jedem Heft.
  4. Kammern und Verbände. Deren Mitgliederzeitschriften haben eigene Redaktionen.
  5. Lokale Wochenblätter. Oft freie Mitarbeitende mit festen Themen.
  6. Onlinemedien und Fachblogs. Häufig zugänglicher als klassische Redaktionen.

Punkt eins ist der wirksamste: Wer schon einmal über Ihr Thema geschrieben hat, ist erreichbar dafür.

Ein Verteiler ist kein Adressbestand, sondern eine Liste von Menschen, deren Arbeitsschwerpunkt Sie kennen. Ohne diese Kenntnis ist es eine Massenaussendung.

Was zu jedem Kontakt gehört

FeldWarum
Name und FunktionAnrede und Zuständigkeit
Medium und RessortPassung prüfen
Themenschwerpunkteworüber schreibt die Person tatsächlich
Letzte Veröffentlichung zu Ihrem ThemaAnknüpfungspunkt
Bevorzugter Kontaktwegmanche wollen keine E-Mail
RedaktionsschlussTiming
Letzter Kontakt und Ergebniskeine Wiederholung

Die dritte und siebte Zeile machen den Unterschied zwischen einem Verteiler und einer Liste.

Die Pflege

Redaktionen verändern sich schnell. Rechnen Sie mit 25 bis 35 Prozent Veränderung im Jahr.

Prüfen Sie zweimal jährlich: Ist die Person noch dort, ist das Ressort unverändert, schreibt sie noch über Ihr Thema. Bei Rückläufern sofort recherchieren, nicht sammeln.

Die Segmentierung

Teilen Sie den Verteiler nach Themen, nicht nach Medien. Eine Mitteilung über eine technische Neuerung geht an die Fachpresse, eine über eine Betriebserweiterung an die Lokalpresse und die Wirtschaftsredaktionen.

Wer alles an alle schickt, wird nach zwei Aussendungen ignoriert.

Der Erstkontakt

Bevor Sie eine Mitteilung senden, lohnt ein kurzer Erstkontakt: eine Nachricht mit Bezug auf einen Beitrag der Person, ein Angebot als Fachquelle zur Verfügung zu stehen, ohne konkretes Anliegen.

Dieser Kontakt kostet zehn Minuten je Person und verändert die Wahrnehmung der nächsten Aussendung erheblich.

Häufige Fragen

Wie viele Kontakte braucht man?

Für einen lokalen Betrieb 15 bis 40, für ein bundesweit tätiges Fachunternehmen 60 bis 150. Mehr bedeutet in der Regel schlechtere Passung.

Wie oft veraltet ein Verteiler?

Etwa 25 bis 35 Prozent im Jahr durch Wechsel und Umstrukturierungen in Redaktionen.

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