
PR & Kommunikation
Die Pressemitteilung, die gedruckt wird
Redaktionen erhalten hunderte Mitteilungen am Tag und veröffentlichen wenige. Der Unterschied liegt fast immer im ersten Absatz und im fehlenden Nachrichtenwert.
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Redaktionen arbeiten unter Zeitdruck mit weniger Personal als früher. Wer ihnen Arbeit abnimmt statt zu verursachen, wird veröffentlicht.

Redaktionen sind kleiner geworden und produzieren mehr. Wer das versteht, ändert seine Ansprache grundlegend: weg von der Bitte um Aufmerksamkeit, hin zum Angebot von Arbeitserleichterung.
Punkt fünf ist der wirksamste. Eine Redakteurin, die um 16 Uhr eine Rückfrage hat und niemanden erreicht, schreibt ohne Ihr Zitat.
| Falsch | Richtig |
|---|---|
| Sehr geehrte Damen und Herren | Namentliche Anrede |
| Text im Anhang | Text in der Nachricht |
| Wir freuen uns, mitteilen zu dürfen | Die Nachricht direkt |
| Bitte berichten Sie über uns | Ein Angebot, das nützt |
| Anruf zur Bestätigung des Eingangs | keiner |
| Allgemeine Massenaussendung | Bezug zum Ressort |
Die vorletzte Zeile ist der häufigste Ärgernisgrund. Ein Anruf mit der Frage, ob die Mitteilung angekommen sei, kostet Zeit und liefert nichts.
Der langfristig wirksamste Ansatz ist nicht die eigene Mitteilung, sondern die Verfügbarkeit als Gesprächspartner.
Bieten Sie an: eine kurze Beschreibung Ihres Fachgebiets, die Themen, zu denen Sie Auskunft geben können, eine direkte Nummer und die Zusage, innerhalb von zwei Stunden zurückzurufen.
Redaktionen führen solche Listen. Wer darauf steht, wird angerufen, wenn ein Thema aufkommt, und diese Erwähnungen sind wertvoller als jede eigene Mitteilung.
Einmal, nach zwei bis drei Tagen, in zwei Sätzen, mit einem zusätzlichen Argument oder einem Angebot: ein weiteres Bild, ein Gesprächstermin, eine ergänzende Zahl.
Danach nicht mehr. Mehrfaches Nachfassen führt dazu, dass Ihre Adresse gefiltert wird.
Keine Abstimmung des Textes, keine Zusage zur Veröffentlichung, keine Kontrolle über die Darstellung. Wer das braucht, muss Werbung buchen. Redaktionelle Berichterstattung ist unabhängig, und genau darin liegt ihr Wert.
Einmal, nach zwei bis drei Tagen, kurz und mit einem zusätzlichen Argument. Mehrfaches Nachfassen führt zuverlässig zum Ausschluss vom Verteiler.
Anrufe kurz vor Redaktionsschluss, Texte als Anhang, fehlende Bilder, nicht erreichbare Ansprechpartner und die Frage, ob die Mitteilung angekommen ist.
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