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Google Ads: Was Klicks 2026 wirklich kosten
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.
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Die Öffnungsrate ist seit den Datenschutzfunktionen der großen Anbieter nur noch halb messbar. Trotzdem bleibt sie steuerbar, über vier Hebel, die nichts mit dem Betreff zu tun haben.

Die Öffnungsrate ist die bekannteste Kennzahl im E-Mail-Marketing und seit einigen Jahren die unzuverlässigste. Ein großer Anbieter lädt Bilder vorsorglich auf eigenen Servern, wodurch eine Öffnung gemeldet wird, ohne dass ein Mensch die Nachricht gesehen hat.
Je nach Anteil dieser Nutzergruppe an Ihrer Liste liegt Ihre gemeldete Öffnungsrate 15 bis 30 Prozent über der tatsächlichen. Das ist kein Grund, die Kennzahl aufzugeben, aber ein Grund, sie nur im Zeitverlauf zu lesen und nie gegen Branchenwerte.
Verlässlicher sind zwei andere Werte: die Klickrate bezogen auf alle Empfänger, und der Anteil der Adressen, die in den letzten 90 Tagen irgendetwas getan haben.
Der Absendername steht im Posteingang links, wird zuerst gelesen und entscheidet häufiger über das Öffnen als der Betreff.
| Absenderform | Wirkung |
|---|---|
| Firmenname | neutral, austauschbar |
| Vorname Nachname | persönlich, gut bei Beratung |
| Vorname von Firma | beste Kombination in den meisten Tests |
| info, noreply, newsletter | schlechteste Variante |
Der letzte Punkt ist eindeutig: Eine Absenderadresse, die keine Antwort erlaubt, senkt Öffnungsraten und Zustellbarkeit gleichzeitig, weil Antworten ein positives Zustellsignal sind.
Der Vorschautext ist die Zeile hinter dem Betreff. Wird er nicht gesetzt, zeigt das Postfach den ersten Text der Nachricht, oft „Diese E-Mail im Browser ansehen". Diese Zeile kostet Öffnungen.
Setzen Sie den Vorschautext bewusst als Ergänzung, nicht als Wiederholung des Betreffs. Der Betreff macht neugierig, der Vorschautext liefert das Argument.
Inaktive Adressen schaden doppelt. Sie senken die Öffnungsrate rechnerisch, und sie senken die Zustellbarkeit tatsächlich, weil Postfachanbieter Inaktivität als Signal werten.
Ein bewährter Rhythmus:
Betriebe scheuen diesen Schritt, weil die Listengröße sinkt. Die relevante Zahl ist jedoch nicht die Listengröße, sondern die Zahl der Menschen, die lesen.
Die viel zitierten besten Versandzeiten sind Durchschnittswerte fremder Listen und für Ihre Liste bedeutungslos. Ermitteln Sie den Zeitpunkt selbst: Versenden Sie über zwölf Wochen zu vier verschiedenen Zeiten und vergleichen Sie die Klickraten, nicht die Öffnungsraten.
In der Praxis fällt das Ergebnis oft überraschend aus. B2B-Listen reagieren häufig dienstags bis donnerstags am Vormittag, Handelslisten am Wochenende, Handwerkslisten früh morgens vor Arbeitsbeginn.
Der Betreff ist der am meisten optimierte und am wenigsten wirksame Hebel. Drei belastbare Beobachtungen:
Im B2B 25 bis 40 Prozent, im Handel 15 bis 30 Prozent. Wichtiger als der Wert ist die Richtung über sechs Monate.
Lieber alle zwei Wochen verlässlich als unregelmäßig oft. Ein fester Rhythmus erzeugt Erwartung, und Erwartung erzeugt Öffnungen.
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