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KI-Videoproduktion für Werbung

Bewegtbild war der teuerste Teil jeder Kampagne. Generierte Videos senken die Kosten drastisch und haben klare Grenzen, die man vorher kennen sollte.

27.11.2025 2 Min. Lesezeit 317 Wörter
KI-Videoproduktion für Werbung

Das Wichtigste in Kürze

  • Für abstrakte und stimmungsgebende Sequenzen ist die Technik brauchbar.
  • Für Menschen, Produkte und Referenzen ist sie es nicht.
  • Die Nachbearbeitung bleibt der Aufwand, der nicht wegfällt.

Bewegtbild war lange der teuerste Baustein jeder Kampagne. Generierte Videosequenzen ändern das für einen Teil der Anwendungsfälle erheblich.

Wo die Technik heute brauchbar ist

  • Abstrakte Sequenzen, etwa Datenströme, Materialflüsse, Lichtstimmungen.
  • Übergänge und Hintergründe zwischen realen Aufnahmen.
  • Landschaften und Umgebungen ohne erkennbare Personen.
  • Animierte Erklärungen ohne fotorealistischen Anspruch.
  • Stimmungsbilder für Markenfilme.

Wo sie nicht brauchbar ist

  • Erkennbare Menschen in Nahaufnahme, besonders sprechend.
  • Eigene Produkte, weil Details nicht stimmen.
  • Der eigene Betrieb, weil er nicht echt ist.
  • Handwerkliche Vorgänge, weil Fachleute Fehler sofort sehen.
  • Alles, was als Referenz oder Nachweis dient.
Die Grenze verläuft dort, wo das Video etwas behauptet. Illustration ist zulässig, Beweis nicht. Ein generiertes Video Ihrer Werkstatt ist keine Illustration, sondern eine falsche Tatsachenbehauptung.

Der Aufwand verschiebt sich

Die Generierung einer Sequenz dauert Minuten und kostet wenig. Was bleibt:

ArbeitsschrittAufwand
Konzept und Storyboardunverändert
Generierung der Sequenzenstark gesunken
Auswahl brauchbarer Ergebnisseneu, erheblich
Schnitt und Rhythmusunverändert
Ton, Sprecher, Musikunverändert
Farbkorrektur und Angleichungerhöht, weil Sequenzen nicht zusammenpassen
Rechtliche Prüfungerhöht

Der Punkt Auswahl ist neu und wird unterschätzt. Von zehn generierten Sequenzen sind oft nur ein bis zwei brauchbar, weil Details nicht stimmen.

Die Angleichung ist das eigentliche Problem

Einzeln generierte Sequenzen unterscheiden sich in Licht, Farbe, Bildwirkung und Bewegungsverhalten. Aneinandergeschnitten wirkt das unruhig.

Praktische Gegenmittel: Sequenzen möglichst aus einem Durchgang mit gleichen Vorgaben erzeugen, konsequente Farbkorrektur über den gesamten Film, und eine gestalterische Klammer wie ein durchgehender Farbfilter oder ein Bildformat.

Musik und Ton

Der Ton wird durch generiertes Bild nicht billiger. Ein Werbespot lebt zu einem erheblichen Teil vom Ton, und schlechter Ton macht gutes Bild wertlos.

Rechnen Sie weiterhin mit: professionellem Sprecher 150 bis 600 Euro, lizenzierter Musik 30 bis 300 Euro, Tonmischung 200 bis 800 Euro. Diese Posten sind unverändert und entscheiden über die Wahrnehmung.

Kennzeichnung und Transparenz

Bei Videos, die reale Situationen darzustellen scheinen, ist eine Kennzeichnung angezeigt und teils vorgeschrieben. Bei erkennbar abstrakten Sequenzen ist die Lage entspannter.

Der sichere Weg: ein Hinweis im Abspann oder in der Beschreibung. Er kostet nichts und nimmt einer späteren Diskussion die Grundlage.

Häufige Fragen

Kann man damit einen ganzen Werbespot produzieren?

Für abstrakte Themen ja. Sobald erkennbare Personen, echte Produkte oder der eigene Betrieb gezeigt werden sollen, braucht es reale Aufnahmen.

Was kostet das?

Die Generierung selbst wenige Euro je Sequenz. Der Aufwand liegt in Auswahl, Schnitt, Ton und Nachbearbeitung, also weiterhin bei mehreren Stunden bis Tagen.

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