
Zukunft der Werbung
Künstliche Intelligenz in der Werbung
Die Werkzeuge sind da, die Produktionskosten fallen, die Qualitätsansprüche steigen. Was sich tatsächlich ändert und was nur behauptet wird.
Zukunft der Werbung
Bewegtbild war der teuerste Teil jeder Kampagne. Generierte Videos senken die Kosten drastisch und haben klare Grenzen, die man vorher kennen sollte.

Bewegtbild war lange der teuerste Baustein jeder Kampagne. Generierte Videosequenzen ändern das für einen Teil der Anwendungsfälle erheblich.
Die Generierung einer Sequenz dauert Minuten und kostet wenig. Was bleibt:
| Arbeitsschritt | Aufwand |
|---|---|
| Konzept und Storyboard | unverändert |
| Generierung der Sequenzen | stark gesunken |
| Auswahl brauchbarer Ergebnisse | neu, erheblich |
| Schnitt und Rhythmus | unverändert |
| Ton, Sprecher, Musik | unverändert |
| Farbkorrektur und Angleichung | erhöht, weil Sequenzen nicht zusammenpassen |
| Rechtliche Prüfung | erhöht |
Der Punkt Auswahl ist neu und wird unterschätzt. Von zehn generierten Sequenzen sind oft nur ein bis zwei brauchbar, weil Details nicht stimmen.
Einzeln generierte Sequenzen unterscheiden sich in Licht, Farbe, Bildwirkung und Bewegungsverhalten. Aneinandergeschnitten wirkt das unruhig.
Praktische Gegenmittel: Sequenzen möglichst aus einem Durchgang mit gleichen Vorgaben erzeugen, konsequente Farbkorrektur über den gesamten Film, und eine gestalterische Klammer wie ein durchgehender Farbfilter oder ein Bildformat.
Der Ton wird durch generiertes Bild nicht billiger. Ein Werbespot lebt zu einem erheblichen Teil vom Ton, und schlechter Ton macht gutes Bild wertlos.
Rechnen Sie weiterhin mit: professionellem Sprecher 150 bis 600 Euro, lizenzierter Musik 30 bis 300 Euro, Tonmischung 200 bis 800 Euro. Diese Posten sind unverändert und entscheiden über die Wahrnehmung.
Bei Videos, die reale Situationen darzustellen scheinen, ist eine Kennzeichnung angezeigt und teils vorgeschrieben. Bei erkennbar abstrakten Sequenzen ist die Lage entspannter.
Der sichere Weg: ein Hinweis im Abspann oder in der Beschreibung. Er kostet nichts und nimmt einer späteren Diskussion die Grundlage.
Für abstrakte Themen ja. Sobald erkennbare Personen, echte Produkte oder der eigene Betrieb gezeigt werden sollen, braucht es reale Aufnahmen.
Die Generierung selbst wenige Euro je Sequenz. Der Aufwand liegt in Auswahl, Schnitt, Ton und Nachbearbeitung, also weiterhin bei mehreren Stunden bis Tagen.
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