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Google Ads: Was Klicks 2026 wirklich kosten
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.
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Werbung, die aussieht wie Redaktion, wirkt besser und ist rechtlich heikel. Die Grenze verläuft an einer einzigen Frage: Erkennt der Mensch den werblichen Charakter sofort?

Native Advertising bezeichnet Werbung, die sich in Form und Anmutung der redaktionellen Umgebung anpasst. Sie funktioniert, weil sie den Abwehrreflex gegen Werbeflächen umgeht. Genau deshalb ist sie rechtlich streng geregelt.
Das Wettbewerbsrecht verbietet es, den kommerziellen Zweck einer Handlung zu verschleiern. Der Maßstab ist der durchschnittlich informierte Mensch, und der Zeitpunkt ist der erste Blick, nicht das Ende des Textes.
Praktisch bedeutet das drei Dinge:
| Bezeichnung | Bewertung |
|---|---|
| Werbung | sicher |
| Werbeanzeige | sicher |
| Anzeige | im Presserecht üblich, online oft als unklar beanstandet |
| Gesponsert | mehrfach als unzureichend beurteilt |
| Sponsored Post | fremdsprachig, riskant |
| In Zusammenarbeit mit | unzureichend |
| Empfehlung, Tipp | unzulässig |
Für Onlinebeiträge im deutschsprachigen Raum ist „Werbung" die Formulierung, die im Zweifel trägt. Vermeiden Sie auch die eingedeutschten Fachbegriffe der Branche: Sie sind für die Leserschaft unverständlich und tragen die Verschleierung schon im Namen.
Guter nativer Inhalt löst ein Problem der Leserschaft und erwähnt das Produkt beiläufig. Schlechter nativer Inhalt ist ein Prospekt mit Überschrift.
Ein brauchbares Verhältnis: 80 Prozent nutzbare Information, 20 Prozent Bezug zum Anbieter. Wer dieses Verhältnis umdreht, kauft Reichweite für einen Text, den niemand zu Ende liest.
Drei Formate, die sich bewährt haben:
Ein bezahlter Beitrag mit Verlinkung auf die eigene Seite berührt zusätzlich die Regeln der Suchmaschinen. Bezahlte Links sollen als solche gekennzeichnet werden, technisch über das entsprechende Attribut.
Das ist kein Nachteil, sondern Risikovermeidung. Wer über Jahre bezahlte Links ohne Kennzeichnung aufbaut, sammelt ein Risiko an, das bei einer Bewertungsänderung des Suchanbieters auf einmal fällig wird. Zwei bis drei Verweise je Beitrag sind ein sinnvolles Maß.
Wenn Sie nativen Inhalt einkaufen, verlangen Sie vorab schriftlich:
Der letzte Punkt wird selten geklärt und ist im Streitfall der teuerste. Im Zweifel haften beide, Sie als Auftraggeber und das Medium als Veröffentlichende.
Gerichte haben mehrfach entschieden, dass unklare oder fremdsprachige Bezeichnungen nicht genügen. „Werbung" ist die Formulierung, die im Streitfall trägt.
Ja. Auch im eigenen Magazin muss ein bezahlter Beitrag als Werbung erkennbar sein, wenn er nach Redaktion aussieht.
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