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Google Ads: Was Klicks 2026 wirklich kosten
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.
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Wiederansprache ist der Kanal mit der besten Rendite und dem größten Schadenspotenzial für die Marke. Beides hängt an zwei Einstellungen.

Wiederansprache liefert in fast jedem Konto die besten Zahlen. Genau das ist die Gefahr: Weil die Kennzahlen gut aussehen, wird das Budget erhöht, die Frequenz steigt, und irgendwann verfolgt eine Anzeige Menschen wochenlang mit einem Produkt, das sie längst gekauft oder bewusst abgelehnt haben.
Wiederansprache erreicht Menschen, die Ihr Angebot bereits kennen. Ein Teil davon hätte auch ohne Anzeige gekauft. Diese Käufe werden dem Kanal zugerechnet, obwohl er sie nicht verursacht hat.
Der Fachbegriff dafür ist Mitnahmeeffekt. Messen lässt er sich nur mit einer Kontrollgruppe: Ein Anteil der Zielgruppe wird bewusst nicht beworben, danach wird verglichen. In vielen Auswertungen erweist sich ein erheblicher Teil des zugerechneten Umsatzes als ohnehin eingetreten.
Frequenzdeckel. Drei bis fünf Einblendungen pro Person und Woche sind die Obergrenze. Darüber steigt die Ablehnung schneller als der Umsatz.
Mitgliedschaftsdauer. Wie lange bleibt jemand in der Liste? Die Voreinstellung liegt oft bei 30 oder 180 Tagen und ist fast nie richtig. Orientieren Sie sich an Ihrem tatsächlichen Entscheidungszeitraum.
| Angebot | Dauer | Frequenz je Woche |
|---|---|---|
| Verbrauchsgüter | 7 bis 14 Tage | 3 |
| Mode, Elektronik | 14 bis 30 Tage | 3 bis 4 |
| Möbel, Reisen | 30 bis 60 Tage | 2 bis 3 |
| Handwerksleistung | 30 bis 45 Tage | 2 |
| B2B-Investition | 90 bis 180 Tage | 1 |
Eine gute Wiederansprache erzählt eine Abfolge, keine Wiederholung.
Wer stattdessen dasselbe Motiv 30 Tage lang ausspielt, erzeugt genau das Gefühl, das Menschen an Onlinewerbung stört.
Wiederansprache setzt in aller Regel eine Einwilligung voraus, weil sie auf einem Wiedererkennungsmerkmal beruht. Diese Einwilligung muss vor dem Setzen des Merkmals eingeholt werden, freiwillig sein und ebenso leicht widerrufbar wie erteilt.
Praktische Folge: Wenn Ihre Einwilligungsquote bei 60 Prozent liegt, arbeiten Sie mit 60 Prozent der Daten. Das ist kein Fehler im System, sondern der Rahmen. Wer die Quote durch verwirrende Gestaltung künstlich hochtreibt, riskiert die Wirksamkeit aller Einwilligungen.
Bei Produkten des täglichen Bedarfs 7 bis 14 Tage, bei Anschaffungen 30 bis 60 Tage, bei sehr langen Entscheidungswegen bis 180 Tage mit stark reduzierter Frequenz.
Über fünf Einblendungen pro Woche kippt die Wirkung bei den meisten Zielgruppen ins Negative und die Marke wird als aufdringlich wahrgenommen.
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