
Online-Werbung
Google Ads: Was Klicks 2026 wirklich kosten
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.
Online-Werbung
Der Kauf findet in der Anwendung statt, nicht im eigenen Shop. Das erhöht die Abschlussquote und kostet Kundenbeziehung, Daten und Marge.

Social Commerce bedeutet, dass der gesamte Kauf innerhalb der sozialen Anwendung stattfindet: Produkt entdecken, Details ansehen, bezahlen, ohne die Anwendung zu verlassen. Der wirtschaftliche Effekt ist erheblich, in beide Richtungen.
Der Medienbruch zwischen Anzeige und Shop kostet in der Regel zwischen 40 und 70 Prozent der Interessenten. Jeder zusätzliche Schritt, jede Ladezeit, jedes Anmeldeformular fordert Tribut. Wenn dieser Bruch entfällt, steigt die Abschlussquote spürbar.
| Weg | Typische Abschlussquote |
|---|---|
| Anzeige zu externem Shop, neue Kundschaft | 0,8 bis 2,5 % |
| Anzeige zu externem Shop, bekannte Kundschaft | 3 bis 6 % |
| Kauf innerhalb der Anwendung | 3 bis 8 % |
Die Zahlen oben verschweigen die andere Seite der Rechnung.
Gut geeignet ist Social Commerce für Sortimente mit niedrigem Preis, geringer Erklärungsbedürftigkeit, hoher Impulskomponente und laufenden Neuheiten. Mode, Kosmetik, Accessoires, Deko, Nahrungsergänzung.
Schlecht geeignet ist es für hochpreisige Produkte, erklärungsbedürftige Technik, Produkte mit Beratungsbedarf und alles, wo der Kundenwert über Jahre entsteht.
Vergleichen Sie nicht Abschlussquoten, sondern Deckungsbeiträge über zwölf Monate.
In vielen Rechnungen gewinnt der eigene Shop, sobald die Wiederkaufrate über 25 Prozent liegt.
Behandeln Sie die Plattform als Marktplatz für Neukundengewinnung und den eigenen Shop als Ort der Kundenbindung.
Konkret: Führen Sie auf der Plattform Einstiegsprodukte mit auskömmlicher Marge, legen Sie jeder Sendung einen Anreiz bei, beim nächsten Mal direkt zu bestellen, und messen Sie, wie viele Kundinnen und Kunden diesen Weg gehen. Sobald diese Quote über 20 Prozent liegt, arbeitet die Plattform für Sie statt umgekehrt.
Auch beim Verkauf innerhalb einer Anwendung sind Sie der Anbieter, nicht die Plattform. Das bedeutet: Ihre Widerrufsbelehrung, Ihre Preisangaben einschließlich Grundpreis, Ihre Informationspflichten. Ein Verstoß trifft Sie, nicht die Plattform.
Prüfen Sie insbesondere, ob die Plattformdarstellung Ihre Pflichtangaben vollständig zeigt. In der Praxis fehlt regelmäßig der Grundpreis bei Waren, die nach Gewicht oder Volumen verkauft werden, und das ist abmahnfähig.
Meist nicht. Der Einrichtungsaufwand ist unabhängig von der Artikelzahl hoch, und ohne regelmäßige Neuheiten fehlt der Anlass zur Wiederkehr.
Nein. Behandeln Sie es als zusätzlichen Marktplatz, nicht als Ersatz. Wer den eigenen Shop aufgibt, gibt die Kundenbeziehung ab.
Mehr aus Online-Werbung

Online-Werbung
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.

Online-Werbung
Die meisten Konten wachsen wild. Nach zwei Jahren weiß niemand mehr, welche Anzeigengruppe warum existiert. Eine Struktur, die auch nach hundert Änderungen noch lesbar ist.

Online-Werbung
Ein Kampagnentyp, der alle Kanäle bespielt und kaum Einblick gewährt. Für manche Betriebe ist er der beste Hebel, für andere eine teure Falle.