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Google Ads: Was Klicks 2026 wirklich kosten
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.
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Die Plattform gilt als Spielwiese für junge Marken. Für Handwerk, Handel und Ausbildungsmarketing ist sie inzwischen einer der günstigsten Kanäle überhaupt.

Der häufigste Einwand gegen TikTok in mittelständischen Betrieben lautet: Unsere Kunden sind da nicht. Das stimmt in den seltensten Fällen und lässt sich in zehn Minuten überprüfen, indem man im Werbekonto eine Zielgruppe nach Standort und Alter definiert und die geschätzte Reichweite abliest.
Die Preise liegen deutlich unter denen etablierter Plattformen, weil das Angebot an Werbeplätzen schneller gewachsen ist als die Nachfrage aus dem Mittelstand.
| Kennzahl | Typischer Bereich DACH |
|---|---|
| Tausenderkontaktpreis | 2 bis 6 € |
| Klickpreis | 0,15 bis 0,60 € |
| Kosten je Bewerbung (Ausbildung) | 8 bis 40 € |
| Kosten je Anfrage (Dienstleistung) | 20 bis 90 € |
| Mindestbudget je Anzeigengruppe | 20 € pro Tag |
Besonders die dritte Zeile verdient Aufmerksamkeit. Eine Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle kostet über klassische Stellenportale oft dreistellig. Hier liegt sie regelmäßig im zweistelligen Bereich.
Material, das aussieht wie Werbung, wird weggewischt. Ein professionell produzierter Imagefilm erreicht auf dieser Plattform verlässlich schlechtere Werte als ein mit dem Telefon gedrehtes Video aus der Werkstatt.
Das ist kein Qualitätsargument gegen Professionalität, sondern eine Formatfrage. Was funktioniert:
Die Ausspielung ist stark motivgetrieben. Ein Motiv brennt schnell aus, oft nach drei bis fünf Tagen. Wer ein perfektes Video hat, steht danach ohne dastehendes Material da.
Realistisch ist ein Rhythmus von fünf bis zehn kurzen Aufnahmen pro Monat, gedreht in einem einzigen Termin von zwei Stunden. Ein Betrieb, der das intern organisiert, ist einem Betrieb mit Agenturvideo dauerhaft überlegen.
Werbliche Videos sind als Werbung zu kennzeichnen. Bei bezahlten Anzeigen übernimmt die Plattform das automatisch. Bei Beiträgen im eigenen Profil, die ein Produkt oder eine Kooperation zeigen, müssen Sie selbst kennzeichnen, deutlich und am Anfang.
Zweiter Punkt: Musik. Der plattformeigene Musikkatalog ist für private Profile lizenziert, für gewerbliche Nutzung gilt ein eingeschränkter Katalog. Wer aus dem falschen Katalog wählt, riskiert eine Sperrung des Beitrags und im Streitfall eine Forderung der Verwertungsgesellschaft.
Setzen Sie 600 Euro auf drei Monate an. Drehen Sie zehn Videos an einem Nachmittag. Schalten Sie eine Kampagne mit einem Ziel, breiter Zielgruppe und Tagesbudget von 20 Euro. Tauschen Sie wöchentlich das schwächste Motiv aus. Nach drei Monaten wissen Sie, ob der Kanal für Ihr Angebot trägt, und Sie haben dabei ein Videoarchiv aufgebaut, das auch anderswo nutzbar ist.
Ein Werbekonto reicht technisch aus. Ohne gepflegtes Profil verlieren Sie jedoch alle, die nach der Anzeige nachschauen, und das sind gerade bei erklärungsbedürftigen Angeboten viele.
Das war 2020 so. Inzwischen liegt der größte Nutzeranteil im deutschsprachigen Raum zwischen 25 und 44 Jahren.
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