
Strategie & Handwerk
Werbebudget verteilen: die 70-20-10-Regel
Drei Töpfe statt einer Zahl. Wie Sie ein Werbebudget so aufteilen, dass laufendes Geschäft, Wachstum und Experimente sich nicht gegenseitig auffressen.
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Die Schriftwahl ist der sichtbarste und am wenigsten beachtete Teil jeder Werbung. Fünf Einstellungen entscheiden darüber, ob ein Text gelesen wird.

Über Schriftarten wird viel diskutiert und wenig gemessen. Tatsächlich hängt die Lesbarkeit eines Textes weit stärker von seiner Anordnung ab als von der Wahl der Schrift.
| Einstellung | Empfehlung | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Zeilenlänge | 60 bis 75 Zeichen | volle Breite über 1.400 px |
| Zeilenabstand | 145 bis 165 % | 100 bis 120 % |
| Schriftgröße Bildschirm | 16 bis 19 px | 13 bis 14 px |
| Absatzabstand | 0,8 bis 1,2 Zeilen | keiner, nur Einzug |
| Ausrichtung | linksbündig | Blocksatz ohne Silbentrennung |
Die erste Zeile ist die wirksamste. Ein Text, der über die volle Breite eines großen Bildschirms läuft, wird schlechter gelesen, weil das Auge beim Zeilenwechsel die nächste Zeile verliert.
Auf einer Website erreichen Sie das über eine Maximalbreite des Textbereichs, üblicherweise 65 bis 75 Zeichen, was etwa 640 bis 760 Pixel entspricht. Der Rest der Seite darf breiter sein, der Fließtext nicht.
Im Druck bedeutet das bei A4 entweder große Ränder oder zweispaltigen Satz.
Blocksatz erzeugt eine gerade rechte Kante, indem Wortabstände gedehnt werden. Ohne Silbentrennung entstehen dabei große Löcher, die sich über mehrere Zeilen zu sichtbaren Bahnen verbinden.
Für Bildschirmtexte gilt: linksbündig, immer. Für Druck: Blocksatz nur mit aktivierter Silbentrennung und nur bei ausreichender Zeilenlänge.
Eine für Überschriften, eine für Text. Wenn Sie eine dritte brauchen, brauchen Sie meist eine andere Struktur.
Kombinationen, die verlässlich funktionieren:
Variante drei ist die sicherste und wird unterschätzt. Eine gut ausgebaute Schriftfamilie liefert genug Abwechslung.
Eine Überschrift wird durch Größe und Fettung zur Überschrift, nicht durch eine andere Farbe. Farbige Überschriften wirken schnell bunt und verlieren an Ernst.
Bewahren Sie Farbe für das eine Element auf, das Aufmerksamkeit braucht, meist die Handlungsaufforderung.
Zwei Punkte, die regelmäßig übersehen werden:
Am Bildschirm ist der Unterschied bei guten Schriften vernachlässigbar. Im Druck lesen sich Serifenschriften in langen Texten etwas leichter. Wichtiger sind Größe und Zeilenabstand.
Am Bildschirm 16 Pixel für Fließtext, im Druck 9 bis 11 Punkt. Kleiner nur für Pflichtangaben.
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