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Google Ads: Was Klicks 2026 wirklich kosten
Der Klickpreis ist die am häufigsten falsch verstandene Zahl im Onlinemarketing. Wer nur auf ihn schaut, zahlt am Ende mehr pro Kunde als der Wettbewerber mit dem teureren Klick.
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Eine ausgelieferte Anzeige ist keine gesehene Anzeige. Zwischen beidem liegen in schlechten Belegungen mehr als die Hälfte des Budgets.

Die Branche zählt Einblendungen. Eine Einblendung entsteht, wenn eine Anzeige ausgeliefert wird, unabhängig davon, ob ein Mensch sie sehen konnte. Das ist der Kern eines Missverständnisses, das Werbetreibende jedes Jahr erhebliche Summen kostet.
Die gängige Branchendefinition verlangt für ein Bild, dass 50 Prozent der Anzeigenfläche für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich waren. Für Bewegtbild sind es 50 Prozent der Fläche für zwei Sekunden.
Diese Schwelle ist niedrig. Eine Anzeige, die zur Hälfte für eine Sekunde am unteren Bildrand vorbeirauscht, gilt als sichtbar.
Typische Sichtbarkeitsquoten in der Praxis:
| Umfeld | Sichtbarkeitsquote |
|---|---|
| Direktbuchung Qualitätsmedium | 70 bis 85 % |
| Privater Marktplatz | 60 bis 75 % |
| Offene Auktion | 40 bis 60 % |
| Mobile Anwendungen, Standard | 30 bis 55 % |
| Bewegtbild in Qualitätsumfeld | 70 bis 90 % |
Bei 45 Prozent Sichtbarkeit zahlen Sie für 1.000 Einblendungen und bekommen 450 Chancen. Der scheinbar günstige Tausenderkontaktpreis von 2 Euro entspricht dann einem effektiven Preis von 4,44 Euro.
Vergleichen Sie Angebote nie über den Tausenderkontaktpreis, sondern über den Preis je sichtbarem Kontakt.
Angebot B ist günstiger und liefert zusätzlich ein besseres Umfeld. Diese Rechnung dreht in der Praxis regelmäßig die Rangfolge um.
Verlassen Sie sich nicht auf die Angaben des Verkäufers. Ein unabhängiger Prüfdienst kostet ein bis drei Prozent des Budgets und liefert drei Werte, die zusammen ein Bild ergeben: Sichtbarkeitsquote, Anteil ungültigen Verkehrs und Umfeldeignung.
Vereinbaren Sie zusätzlich eine Nachvergütung: Wenn die gemessene Sichtbarkeit unter dem zugesagten Wert liegt, liefert der Vermarkter kostenlos nach. Das ist marktüblich und wird selten von allein angeboten.
Sichtbarkeit sagt, ob eine Anzeige sichtbar war. Aufmerksamkeitsmessung versucht zu erfassen, ob jemand tatsächlich hingesehen hat, über Blickverfolgung in Testgruppen, Verweildauer im Sichtbereich und Interaktionssignale.
Erste Erkenntnisse aus diesen Verfahren sind für die Planung wichtiger als die Sichtbarkeitsdebatte: Große Formate erzeugen überproportional mehr Aufmerksamkeitssekunden, und Aufmerksamkeitssekunden korrelieren deutlich besser mit Markenwirkung als Einblendungen. Ein Format, das doppelt so teuer ist und viermal so viele Aufmerksamkeitssekunden liefert, ist die günstigere Wahl.
Über 70 Prozent ist gut, über 80 Prozent sehr gut. Unter 50 Prozent sollten Sie die Belegung wechseln, nicht das Motiv.
Ja. Viele Vermarkter bieten Abrechnung nur auf sichtbare Einblendungen an. Der Tausenderkontaktpreis steigt dabei, die Kosten je gesehenem Kontakt sinken meistens.
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