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Werbung für Bars und Clubs

Ein Geschäft, das von Ereignissen lebt und in dem Werbung eine Halbwertszeit von wenigen Tagen hat. Der Verteiler ist deshalb wichtiger als die einzelne Ankündigung.

20.04.2026 2 Min. Lesezeit 316 Wörter
Werbung für Bars und Clubs

Das Wichtigste in Kürze

  • Bauen Sie einen eigenen Verteiler auf, Plattformreichweite ist geliehen.
  • Der Dienstag vor einem Wochenende ist der wirksamste Sendezeitpunkt.
  • Bilder vom letzten Mal verkaufen das nächste Mal.

Nachtgastronomie lebt von einzelnen Abenden. Eine Ankündigung, die drei Tage zu früh oder einen Tag zu spät kommt, ist wertlos. Deshalb ist der Zugang zum Publikum wichtiger als die einzelne Botschaft.

Der eigene Verteiler

Reichweite auf Plattformen ist geliehen und schwankt mit Algorithmusänderungen. Ein eigener Verteiler erreicht verlässlich.

Drei praktikable Formen:

  1. Ein Messenger-Kanal. Hohe Öffnungsraten, niedrige Hürde, gut für kurzfristige Ankündigungen.
  2. Ein Newsletter. Für Veranstaltungsvorschauen mit Vorlauf.
  3. Eine Gästeliste über Voranmeldung. Sammelt Kontakte und erzeugt gleichzeitig Verbindlichkeit.

Sammeln Sie Kontakte an der Kasse, über einen QR-Code auf Tischaufstellern und über die Voranmeldung zu Veranstaltungen. Beachten Sie dabei die Einwilligungspflicht: Der Zweck muss genannt und die Einwilligung dokumentiert sein.

Eine Liste mit 800 Menschen, die freiwillig zugestimmt haben, ist mehr wert als 12.000 Follower, von denen eine Ankündigung 400 erreicht.

Der Sendezeitpunkt

Für ein Wochenendereignis hat sich folgender Rhythmus bewährt:

ZeitpunktInhalt
DienstagAnkündigung mit Programm und Zeiten
DonnerstagErinnerung mit einem Detail, etwa dem Ablauf
Freitag nachmittagsKurze Erinnerung, Türöffnung
SonntagBilder vom Abend

Der letzte Punkt ist der wichtigste und wird am häufigsten ausgelassen. Bilder vom vergangenen Abend sind die wirksamste Werbung für den nächsten, weil sie zeigen, dass etwas los war.

Bildrechte im Nachtgeschäft

Fotos von Gästen brauchen eine Rechtsgrundlage. Praktisch heißt das:

  • Hinweisschilder am Eingang, dass fotografiert wird, mit Widerspruchsmöglichkeit.
  • Keine Nahaufnahmen einzelner erkennbarer Personen ohne Zustimmung.
  • Übersichtsaufnahmen der Menge sind in der Regel unproblematisch.
  • Auf Verlangen einzelne Bilder entfernen, ohne Diskussion.

Ein Hinweisschild ersetzt keine Einwilligung für gezielte Porträts, es schafft aber Transparenz für Übersichtsaufnahmen.

Kooperationen statt Anzeigen

Bezahlte Anzeigen wirken in dieser Branche schwächer als Kooperationen:

  • Mit Veranstaltern, die ihr eigenes Publikum mitbringen.
  • Mit lokalen Musikschaffenden und deren Verteilern.
  • Mit Hochschulgruppen und Fachschaften.
  • Mit benachbarter Gastronomie für Abendabläufe.

Ein Abend mit einem Veranstalter, der 300 eigene Kontakte mitbringt, ist wirksamer als ein Anzeigenbudget in gleicher Höhe.

Was auf die Website gehört

Wenig, aber das richtig: Öffnungszeiten, Termine der nächsten vier Wochen, Eintrittspreise, Altersbeschränkung, Anfahrt und Parken, Barrierefreiheit. Diese Angaben werden gesucht und fehlen in dieser Branche besonders häufig.

Häufige Fragen

Welcher Kanal funktioniert am besten?

Ein eigener Messenger-Kanal oder Newsletter. Plattformreichweite schwankt, ein eigener Verteiler erreicht verlässlich.

Wie geht man mit Bewertungen um, die sich über Lautstärke oder Preise beschweren?

Sachlich antworten und die Erwartung klarstellen. Eine ehrliche Antwort filtert künftige Gäste besser als jede Beschreibung.

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