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Werbung für Catering-Unternehmen

Zwei Märkte in einem Betrieb: Firmenkundschaft mit wiederkehrenden Aufträgen und Privatfeiern mit einmaligem Bedarf. Beide brauchen eine eigene Ansprache.

26.04.2026 2 Min. Lesezeit 332 Wörter
Werbung für Catering-Unternehmen

Das Wichtigste in Kürze

  • Firmencatering ist planbar und wiederkehrend, Privatcatering ist saisonal und einmalig.
  • Der Angebotsprozess entscheidet: wer in 24 Stunden ein Angebot schickt, gewinnt.
  • Bilder von echten Aufbauten schlagen jede Menükarte.

Catering bedient zwei Märkte mit gegensätzlicher Logik. Firmenkundschaft bestellt regelmäßig, entscheidet nach Zuverlässigkeit und wechselt selten. Privatkundschaft bestellt einmal, entscheidet emotional und vergleicht intensiv.

Die zwei Märkte im Vergleich

MerkmalFirmencateringPrivatcatering
Auftragswert300 bis 4.000 €800 bis 12.000 €
Wiederholunghochsehr gering
EntscheidungszeitTageWochen bis Monate
EntscheiderAssistenz, Office-LeitungGastgeberin, Brautpaar
Preisempfindlichkeitmittelhoch
KanalDirektanspracheSuche, Empfehlung, Bildplattformen

Firmencatering ist der stabilere Umsatz und wird am seltensten aktiv beworben.

Die Zielperson im Firmengeschäft

Wer bestellt das Essen für die Sitzung? Fast nie die Geschäftsführung. Es sind Assistenzen, Office-Verantwortliche und Personalabteilungen. Diese Gruppe wird von Cateringwerbung praktisch nie direkt angesprochen.

Ein wirksames Vorgehen: Liste der Betriebe ab 30 Mitarbeitenden im Umkreis, Recherche der zuständigen Person, persönliches Anschreiben mit einer Musterkarte und einem konkreten Angebot für eine Standardsituation, etwa Frühstück für zwölf Personen.

Der Satz, der im Firmencatering gewinnt, lautet: „Wir liefern bis 8 Uhr, bauen auf, räumen ab und rechnen monatlich per Sammelrechnung ab." Das ist der eigentliche Nutzen, nicht die Speisenauswahl.

Der Angebotsprozess als Wettbewerbsvorteil

Bei Anfragen für Feiern holen Menschen zwei bis vier Angebote ein. Wer zuerst und vollständig antwortet, hat einen erheblichen Vorteil.

Bauen Sie den Prozess so:

  1. Anfrageformular mit Anlass, Personenzahl, Datum, Ort, Budgetrahmen.
  2. Automatische Bestätigung mit Angabe, wann das Angebot kommt.
  3. Angebot innerhalb von 24 Stunden, mit zwei bis drei Varianten in verschiedenen Preislagen.
  4. Nachfassung nach fünf Tagen, einmal.

Punkt drei ist entscheidend. Drei Varianten verschieben die Frage von „ob" zu „welche".

Preise pro Person nennen

Der häufigste Fehler ist ein Menü ohne Preis. Menschen prüfen zuerst, ob ein Anbieter in ihrem Budget liegt, und schließen ohne Angabe pauschal aus.

Nennen Sie Pakete: Fingerfood ab 18 Euro pro Person, Buffet ab 32 Euro, Menü mit Service ab 58 Euro. Ergänzen Sie, was enthalten ist und was nicht, insbesondere Personal, Geschirr und Anfahrt.

Bilder von echten Aufbauten

Menükarten überzeugen niemanden. Was überzeugt, sind Fotos von tatsächlichen Aufbauten: das Buffet in einer echten Halle, die Tische in einer Scheune, der Stehempfang in einem Bürofoyer.

Diese Bilder zeigen den Maßstab und die Umgebung. Machen Sie es zur Regel, bei jedem Auftrag drei Aufnahmen zu machen, vor Eintreffen der Gäste.

Häufige Fragen

Wie kommt man an Firmenkunden?

Über direkte Ansprache von Assistenzen und Office-Verantwortlichen, nicht über Werbung. Diese Personen organisieren die Verpflegung und werden selten angesprochen.

Wie geht man mit Preisanfragen um?

Mit Preisen pro Person nach Paketen. Wer keine nennt, wird nicht angefragt, weil Menschen ihr Budget vorher prüfen wollen.

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