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Werbung für Handwerksbetriebe
Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Nachfrageproblem, sondern ein Auswahlproblem. Werbung hat deshalb eine andere Aufgabe als in Branchen mit leeren Auftragsbüchern.
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Zwei Märkte in einem Betrieb: Firmenkundschaft mit wiederkehrenden Aufträgen und Privatfeiern mit einmaligem Bedarf. Beide brauchen eine eigene Ansprache.

Catering bedient zwei Märkte mit gegensätzlicher Logik. Firmenkundschaft bestellt regelmäßig, entscheidet nach Zuverlässigkeit und wechselt selten. Privatkundschaft bestellt einmal, entscheidet emotional und vergleicht intensiv.
| Merkmal | Firmencatering | Privatcatering |
|---|---|---|
| Auftragswert | 300 bis 4.000 € | 800 bis 12.000 € |
| Wiederholung | hoch | sehr gering |
| Entscheidungszeit | Tage | Wochen bis Monate |
| Entscheider | Assistenz, Office-Leitung | Gastgeberin, Brautpaar |
| Preisempfindlichkeit | mittel | hoch |
| Kanal | Direktansprache | Suche, Empfehlung, Bildplattformen |
Firmencatering ist der stabilere Umsatz und wird am seltensten aktiv beworben.
Wer bestellt das Essen für die Sitzung? Fast nie die Geschäftsführung. Es sind Assistenzen, Office-Verantwortliche und Personalabteilungen. Diese Gruppe wird von Cateringwerbung praktisch nie direkt angesprochen.
Ein wirksames Vorgehen: Liste der Betriebe ab 30 Mitarbeitenden im Umkreis, Recherche der zuständigen Person, persönliches Anschreiben mit einer Musterkarte und einem konkreten Angebot für eine Standardsituation, etwa Frühstück für zwölf Personen.
Bei Anfragen für Feiern holen Menschen zwei bis vier Angebote ein. Wer zuerst und vollständig antwortet, hat einen erheblichen Vorteil.
Bauen Sie den Prozess so:
Punkt drei ist entscheidend. Drei Varianten verschieben die Frage von „ob" zu „welche".
Der häufigste Fehler ist ein Menü ohne Preis. Menschen prüfen zuerst, ob ein Anbieter in ihrem Budget liegt, und schließen ohne Angabe pauschal aus.
Nennen Sie Pakete: Fingerfood ab 18 Euro pro Person, Buffet ab 32 Euro, Menü mit Service ab 58 Euro. Ergänzen Sie, was enthalten ist und was nicht, insbesondere Personal, Geschirr und Anfahrt.
Menükarten überzeugen niemanden. Was überzeugt, sind Fotos von tatsächlichen Aufbauten: das Buffet in einer echten Halle, die Tische in einer Scheune, der Stehempfang in einem Bürofoyer.
Diese Bilder zeigen den Maßstab und die Umgebung. Machen Sie es zur Regel, bei jedem Auftrag drei Aufnahmen zu machen, vor Eintreffen der Gäste.
Über direkte Ansprache von Assistenzen und Office-Verantwortlichen, nicht über Werbung. Diese Personen organisieren die Verpflegung und werden selten angesprochen.
Mit Preisen pro Person nach Paketen. Wer keine nennt, wird nicht angefragt, weil Menschen ihr Budget vorher prüfen wollen.
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