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Werbung für Fotografen

Das Portfolio ist die Werbung. Der häufigste Fehler ist, alles zu zeigen, was man kann, statt das, wofür man gebucht werden will.

03.02.2026 2 Min. Lesezeit 284 Wörter
Werbung für Fotografen

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeigen Sie nur, was Sie mehr davon machen wollen.
  • Preise nennen filtert Anfragen und spart Beratungszeit.
  • Firmenkundschaft zahlt planbar, Privatkundschaft zahlt einmal.

Ein Fotograf wirbt mit seiner Arbeit. Das klingt einfach und wird meist falsch gemacht, weil die Auswahl nach Können statt nach Absicht getroffen wird.

Zeigen, was Sie mehr machen wollen

Ein Portfolio erzeugt Anfragen für das, was es zeigt. Wer Hochzeiten zeigt, bekommt Hochzeitsanfragen, auch wenn er lieber Industriefotografie machen würde.

Daraus folgt eine harte Regel: Nehmen Sie alles aus dem Portfolio, was Sie nicht mehr machen wollen, auch wenn die Bilder gut sind.

Ein Portfolio ist kein Nachweis Ihres Könnens, sondern eine Bestellliste. Was darauf steht, wird bestellt.

Die Segmente und ihre Wirtschaftlichkeit

SegmentAuftragswertWiederholungAkquiseaufwand
Hochzeit1.200 bis 3.500 €keinehoch
Porträt, privat150 bis 600 €geringhoch
Bewerbungsfotos90 bis 250 €keinegering
Unternehmensfotografie800 bis 4.000 €hochmittel
Produktfotografie40 bis 200 € je Artikelsehr hochmittel
Architektur und Immobilien300 bis 1.500 €hochmittel
Veranstaltungen600 bis 2.500 €mittelmittel

Die Zeilen vier bis sechs sind wirtschaftlich am stabilsten, weil Auftraggeber regelmäßig Bedarf haben.

Preise nennen

Ein Fotograf ohne Preisangabe bekommt Anfragen von Menschen mit unpassender Vorstellung. Jedes dieser Gespräche kostet 30 Minuten.

Nennen Sie Einstiegspreise mit Leistungsumfang: „Unternehmensporträts ab 490 Euro für bis zu fünf Personen, halber Tag, 15 bearbeitete Bilder, Nutzungsrechte für Website und Presse." Diese Angabe filtert und zieht die passende Kundschaft an.

Nutzungsrechte erklären

Der häufigste Konflikt entsteht bei Nutzungsrechten. Auftraggeber gehen davon aus, mit dem Honorar alles zu erwerben.

Erklären Sie deshalb vorab und verständlich: welche Nutzung enthalten ist, für welche Dauer, in welchen Medien, und was eine Erweiterung kostet. Diese Klarheit verhindert Streit und positioniert Sie als professionell.

Firmenkundschaft gewinnen

Der stabilste Umsatz kommt von Unternehmen mit wiederkehrendem Bedarf: neue Mitarbeitende, neue Produkte, Veranstaltungen, Bauabschnitte.

Ein wirksames Vorgehen: Betriebe mit erkennbar veralteten Bildern auf ihrer Website ansprechen, mit einem konkreten Vorschlag und einem Festpreis für einen halben Tag. Der Anlass ist sichtbar und die Ansprache konkret.

Häufige Fragen

Sollte man Preise auf die Website stellen?

Ja, mindestens Einstiegspreise. Anfragen ohne Preiskenntnis führen zu Gesprächen, die an der Preisvorstellung scheitern, und kosten Stunden.

Wie spezialisiert sollte man sein?

So weit, dass ein Auftraggeber Sie einem Fach zuordnen kann. Wer Hochzeiten, Industrie und Porträts gleichzeitig zeigt, wird für nichts davon zuerst gefragt.

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