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Werbung für Lieferdienste

Auf den Portalen konkurrieren Sie mit vierzig Anbietern über Bilder und Bewertungen. Der eigene Bestellweg ist mühsam aufzubauen und der einzige mit Marge.

28.04.2026 2 Min. Lesezeit 373 Wörter
Werbung für Lieferdienste

Das Wichtigste in Kürze

  • Portalprovisionen von 13 bis 30 Prozent entscheiden über die Wirtschaftlichkeit.
  • Jede Lieferung ist eine Chance, den nächsten Kauf direkt zu machen.
  • Lieferzeit ist im Portal das wichtigste Sortierkriterium und damit die wichtigste Kennzahl.

Ein Lieferdienst hat zwei Geschäftsmodelle in einem: das über die Portale und das über den eigenen Bestellweg. Beide haben völlig unterschiedliche Rechnungen.

Die Provisionsrechnung

BestellwegProvisionDeckungsbeitrag bei 30 € Bestellung
Portal, ohne eigene Lieferung25 bis 30 %rund 4 bis 7 €
Portal, mit eigener Lieferung13 bis 18 %rund 8 bis 11 €
Eigener Shop1 bis 3 % Zahlungsgebührrund 13 bis 16 €
Telefonkeinerund 14 bis 17 €

Der Unterschied zwischen erster und dritter Zeile beträgt bei 40 Bestellungen am Tag rund 3.000 Euro im Monat. Genau darum lohnt sich der Aufbau des eigenen Weges, auch wenn er mühsam ist.

Im Portal sichtbar werden

Solange Sie auf Portalen sind, gelten deren Regeln. Die Sortierung wird vor allem von vier Faktoren bestimmt:

  1. Lieferzeit. Der stärkste Faktor. Realistische, aber knappe Zeiten und deren Einhaltung.
  2. Bewertung. Unter 4,3 sinkt die Sichtbarkeit deutlich.
  3. Annahmequote. Abgelehnte Bestellungen werden bestraft.
  4. Bilder. Gerichte mit Foto werden deutlich häufiger bestellt als solche ohne.

Punkt vier ist der einfachste Hebel. In vielen Speisekarten auf Portalen haben nur die ersten fünf Gerichte ein Bild. Jedes zusätzliche Bild erhöht messbar die Bestellungen dieses Gerichts.

Ein Foto je Gericht ist im Portal keine Gestaltungsfrage, sondern ein Umsatzfaktor. Ein Nachmittag mit dem Telefon am Fenster reicht für die ganze Karte.

Kundschaft auf den eigenen Weg holen

Jede Lieferung ist ein physischer Kontakt und damit eine Werbefläche.

Was in die Tüte gehört:

  • Eine Karte mit dem eigenen Bestellweg und einem konkreten Vorteil.
  • Ein Code, der beim nächsten Mal Getränke oder Nachtisch gratis gibt.
  • Ein QR-Code, der direkt in den eigenen Bestellvorgang führt.
  • Die Telefonnummer groß, für die Kundschaft, die lieber anruft.

Der Vorteil muss echt sein. Bei 25 Prozent Provisionsersparnis können Sie 10 Prozent weitergeben und verdienen immer noch deutlich mehr.

Der eigene Bestellweg muss besser sein

Kundschaft wechselt nicht wegen eines Rabatts, sondern wenn der eigene Weg mindestens so bequem ist wie das Portal. Das bedeutet: Bestellung in unter zwei Minuten, ohne Kontoerstellung, mit gespeicherter Adresse, mit den gängigen Zahlungsarten und mit sichtbarer Lieferzeit.

Ein eigener Bestellweg, der schlechter ist als das Portal, holt niemanden.

Das Liefergebiet als Werbegrenze

Werben Sie ausschließlich im tatsächlichen Liefergebiet, auf Postleitzahlebene. Anfragen von außerhalb kosten Zeit und erzeugen Enttäuschung.

Prüfen Sie zugleich, ob eine Erweiterung des Gebiets rechnerisch trägt. Fünf Minuten mehr Fahrzeit können je nach Straßenlage die Zahl erreichbarer Haushalte verdoppeln.

Häufige Fragen

Soll man ganz auf Portale verzichten?

Selten sinnvoll. Sie liefern Neukundschaft, die man sonst nicht erreicht. Die Aufgabe ist, diese Kundschaft danach auf den eigenen Weg zu holen.

Wie holt man Kundschaft vom Portal weg?

Mit einer Beilage in jeder Lieferung: eigener Bestellweg, konkreter Vorteil, einfacher Zugang über Kurzlink oder Code.

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