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Werbung für Handwerksbetriebe
Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Nachfrageproblem, sondern ein Auswahlproblem. Werbung hat deshalb eine andere Aufgabe als in Branchen mit leeren Auftragsbüchern.
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Zwei Wochen im Frühjahr und zwei im Herbst entscheiden über das Jahr. Die gesamte Werbeplanung hängt an diesen vier Wochen und ihrem Vorlauf.

Der Reifenhandel hat eine der extremsten Saisonkurven im Handel. Etwa 60 bis 70 Prozent des Jahresumsatzes fallen in zwei Zeitfenster von jeweils drei bis fünf Wochen.
| Zeitraum | Nachfrage | Auslöser |
|---|---|---|
| Februar bis Mitte März | steigend | erste warme Tage |
| Mitte März bis April | Spitze | Zeitumstellung, Wetter |
| Mai bis August | gering | Reisezeit, Schäden |
| Mitte September bis Oktober | steigend | erste kalte Nächte |
| Oktober bis November | Spitze | erster Frost |
| Dezember bis Januar | gering | Notfälle |
Der Auslöser ist in beiden Fällen das Wetter, nicht der Kalender. Ein früher Kälteeinbruch verschiebt die gesamte Herbstsaison um zwei Wochen nach vorn.
Der Ansturm in der Spitzenwoche ist ein Kapazitätsproblem, kein Nachfrageproblem. Werbung sollte deshalb Nachfrage verschieben statt erzeugen.
Was funktioniert:
Punkt vier ist der wirtschaftlich beste Kanal und kostet nichts.
Wer Reifen eingelagert hat, kommt zwangsläufig wieder. Die Einlagerung ist damit das stärkste Bindungsinstrument der Branche und wird oft zu billig angeboten.
Bewerben Sie sie eigenständig mit dem Nutzen: kein Platzbedarf, keine schmutzige Ladefläche, Reifen werden gereinigt und geprüft, Profiltiefe wird dokumentiert. Der letzte Punkt ist ein Serviceargument, das zugleich den nächsten Verkauf vorbereitet.
Onlinehändler sind bei reinen Reifenpreisen oft günstiger. Die Rechnung ändert sich, sobald Montage einbezogen wird.
Stellen Sie deshalb Gesamtpreise dar: Reifen, Montage, Auswuchten, Ventile, Altreifenentsorgung. Ein Vergleich, der alle Positionen enthält, fällt für den Fachhandel häufig günstiger aus, als Kundschaft erwartet.
Fuhrparks, Pflegedienste, Handwerksbetriebe und Taxiunternehmen wechseln planbar und in Stückzahlen. Dieser Bereich ist saisonal stabiler, weil Termine vereinbart werden.
Direkte Ansprache mit einem Angebot für Flottenwechsel, inklusive Abholung und Bringservice, erschließt einen Umsatz, der nicht am Wetter hängt.
Ab Mitte September, mit Steigerung ab dem ersten Kälteeinbruch. Wer erst im Oktober startet, konkurriert in der teuersten Phase.
Mit Onlineterminbuchung und Frühbucherpreisen. Ein Rabatt für Termine vor dem Ansturm verschiebt Nachfrage in ruhige Wochen.
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