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Zukunft der Werbung

Werbung in Spielen und E-Sport

Eine große, aufmerksame und schwer erreichbare Zielgruppe. Wer sie mit klassischer Werbung anspricht, wird abgelehnt. Wer die Regeln kennt, erreicht sie günstig.

22.10.2025 2 Min. Lesezeit 324 Wörter
Werbung in Spielen und E-Sport

Das Wichtigste in Kürze

  • Werbung, die das Spielerlebnis stört, erzeugt Ablehnung statt Wirkung.
  • In-Game-Flächen und Sponsoring wirken besser als Unterbrecherwerbung.
  • Lokaler E-Sport ist ein günstiger Zugang für regionale Betriebe.

Spiele erreichen im deutschsprachigen Raum mehr Menschen als jedes einzelne Fernsehformat, mit einem Altersdurchschnitt um die vierzig Jahre. Die Zielgruppe ist also weder klein noch jung, und sie ist über klassische Kanäle schwer erreichbar.

Die Werbeformen

FormBeschreibungAkzeptanz
Belohnte WerbungVideo ansehen für Spielvorteilhoch
In-Game-FlächenBanden, Plakate in der Spielwelthoch
ProduktintegrationMarke als Teil des Spielshoch
UnterbrecherwerbungVideo zwischen Spielabschnittengering
Sponsoring von Teams und TurnierenLogo, Nennunghoch
Werbung bei StreamernErwähnung während des Spielenshoch

Die Verteilung ist eindeutig: Alles, was das Spiel unterbricht, wird abgelehnt. Alles, was sich einfügt oder einen Vorteil bringt, wird akzeptiert.

Belohnte Werbung ist die einzige Werbeform, die freiwillig angesehen wird. Der Nutzer entscheidet sich aktiv dafür, ein Video zu sehen, um etwas zu erhalten. Die Abschlussraten liegen entsprechend hoch.

Der Zugang für regionale Betriebe

E-Sport ist nicht nur eine internationale Profiszene. In vielen Städten gibt es Vereine, Turniere und lokale Ligen, teils angeschlossen an klassische Sportvereine.

Sponsoring dort kostet ähnlich wenig wie im lokalen Fußball und erreicht eine engagierte, jüngere Zielgruppe, die sonst schwer zu erreichen ist. Für Personalgewinnung in technischen Berufen ist das ein besonders interessanter Zugang.

Konkrete Möglichkeiten:

  1. Trikotsponsoring eines lokalen Teams.
  2. Ausstattung eines Vereinsraums mit Technik.
  3. Sponsoring eines Turniers mit Preisgeld.
  4. Bereitstellung von Räumen für Veranstaltungen.
  5. Ausbildungswerbung bei Turnieren.

Werbung bei Streamern

Menschen, die beim Spielen zusehen lassen, haben teils erhebliche und sehr treue Reichweiten. Die Ansprache funktioniert wie bei anderen Kooperationen: nach Zahlen auswählen, Kennzeichnung vertraglich regeln, Nutzungsrechte klären.

Beachten Sie die Kennzeichnungspflicht besonders sorgfältig. In diesem Umfeld ist sie häufig Gegenstand von Beanstandungen.

Was nicht funktioniert

  • Klassische Werbespots ohne Anpassung an das Umfeld.
  • Ansprache in einer Sprache, die die Zielgruppe als aufgesetzt erkennt.
  • Werbung, die das Spielerlebnis unterbricht, ohne einen Gegenwert zu bieten.
  • Kooperationen ohne echten Bezug zum Spiel oder zur Gemeinschaft.

Der letzte Punkt ist der häufigste Fehler: Eine Marke ohne Bezug, die plötzlich ein Team sponsert, wird als Fremdkörper wahrgenommen.

Der rechtliche Rahmen

Bei Werbung in Spielen mit jüngerer Zielgruppe gelten besondere Vorgaben: Werbung muss von Spielinhalten unterscheidbar sein, direkte Kaufappelle an Kinder sind unzulässig, und Datenverarbeitung bei Minderjährigen unterliegt engen Grenzen.

Häufige Fragen

Ist die Zielgruppe nicht zu jung?

Der Altersdurchschnitt liegt im deutschsprachigen Raum bei etwa 38 Jahren. Die Vorstellung einer rein jugendlichen Zielgruppe ist überholt.

Wie steigt ein regionaler Betrieb ein?

Über lokale E-Sport-Vereine und Turniere. Sponsoring dort kostet wenig und erreicht eine engagierte lokale Gemeinschaft.

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