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Zustellbarkeit technisch absichern: SPF, DKIM, DMARC

Die beste Nachricht nützt nichts, wenn sie im Spam landet. Drei Einträge in der Domainverwaltung entscheiden darüber, und in vielen Betrieben fehlt mindestens einer.

25.05.2026 2 Min. Lesezeit 450 Wörter
Zustellbarkeit technisch absichern: SPF, DKIM, DMARC

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne DMARC lehnen große Postfachanbieter Massenversand zunehmend ab.
  • Der häufigste Fehler ist ein zweiter SPF-Eintrag, der den ersten unwirksam macht.
  • Zustellbarkeit ist zu 30 Prozent Technik und zu 70 Prozent Empfängerverhalten.

Wenn Ihre Nachrichten im Spam landen, liegt es in den meisten Fällen nicht am Text. Es liegt daran, dass Ihre Domain nicht beweisen kann, dass sie es ist, die sendet.

Die drei Einträge und was sie tun

EintragBeantwortet die FrageOhne ihn
SPFDarf dieser Server für die Domain senden?Nachricht wirkt gefälscht
DKIMWurde die Nachricht unterwegs verändert?keine Absenderprüfung möglich
DMARCWas tun, wenn eine Prüfung fehlschlägt?Anbieter entscheidet selbst, meist zu Ihren Ungunsten

Alle drei sind Einträge in der Domainverwaltung, kostenlos, und in einer halben Stunde eingerichtet.

Der Fehler, der am häufigsten vorkommt

Eine Domain darf genau einen SPF-Eintrag haben. In der Praxis finden sich häufig zwei oder drei, weil bei jedem neuen Dienst ein weiterer angelegt wurde: einer für den Mailserver, einer für den Newsletterversand, einer für das Buchhaltungssystem.

Bei mehreren SPF-Einträgen schlägt die Prüfung fehl, und zwar für alle. Die Lösung ist ein einziger Eintrag, der alle Versender in einer Zeile aufführt.

Zweite Falle: SPF erlaubt höchstens zehn Suchvorgänge. Wer sechs Dienste einbindet, überschreitet diese Grenze schnell, und die Prüfung schlägt still fehl.

Ein fehlerhafter SPF-Eintrag wird nirgends gemeldet. Sie merken es daran, dass die Öffnungsraten über Monate langsam sinken.

DMARC schrittweise einführen

DMARC sagt Postfachanbietern, was mit Nachrichten geschehen soll, die die Prüfung nicht bestehen. Führen Sie es in drei Stufen ein, sonst blockieren Sie versehentlich eigene Systeme.

  1. Stufe none, vier Wochen. Nichts wird abgelehnt, Sie bekommen nur Berichte. Werten Sie diese aus und finden Sie alle Systeme, die in Ihrem Namen senden.
  2. Stufe quarantine, vier Wochen. Nicht bestandene Nachrichten landen im Spam. Beobachten Sie die Berichte weiter.
  3. Stufe reject. Nicht bestandene Nachrichten werden abgelehnt. Erst jetzt sind Sie gegen Missbrauch Ihrer Domain geschützt.

Die Berichte in Stufe eins fördern regelmäßig Überraschungen zutage: das Ticketsystem, der Onlineshop, das Terminbuchungswerkzeug, ein altes Formular auf einer vergessenen Unterseite.

Die Versanddomain trennen

Nutzen Sie für Massenversand eine eigene Unterdomain, etwa news.ihredomain.de. Der Grund: Der Ruf einer Domain wird getrennt bewertet. Wenn eine Aussendung schlecht läuft, beschädigt das nicht die Zustellbarkeit Ihrer geschäftlichen Korrespondenz.

Der wichtigere Teil: Empfängerverhalten

Technik ist die Eintrittskarte, nicht der Sitzplatz. Postfachanbieter bewerten vor allem, wie Menschen mit Ihren Nachrichten umgehen.

Positiv wirken: Öffnungen, Klicks, Antworten, Verschieben aus dem Spam in den Posteingang, Aufnahme ins Adressbuch. Negativ wirken: Löschen ohne Öffnen, Markierung als Spam, unzustellbare Adressen, lange Inaktivität.

Daraus folgt die wirksamste Maßnahme überhaupt: Senden Sie seltener an Menschen, die nicht reagieren. Eine Liste von 1.000 aktiven Adressen wird besser zugestellt als eine von 10.000, von denen 800 lesen.

Aufwärmen bei neuen Domains

Eine frische Versanddomain hat keinen Ruf. Wer sofort 20.000 Nachrichten versendet, wird blockiert. Steigern Sie über zwei bis drei Wochen: Tag 1 etwa 200, danach täglich um 50 Prozent erhöhen, beginnend mit den aktivsten Adressen. Diese Reihenfolge erzeugt von Anfang an positive Signale.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich meinen aktuellen Stand?

Senden Sie eine Nachricht an ein Postfach bei einem großen Anbieter und lassen Sie sich den Quelltext anzeigen. Dort steht, ob SPF, DKIM und DMARC bestanden wurden.

Reicht es, wenn der Versanddienstleister das einrichtet?

Der Dienstleister richtet DKIM ein, die Einträge müssen aber in Ihrer Domainverwaltung stehen. Ohne Ihr Zutun geht es nicht.

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